Mit einem Scherenschnitt hat Bürgermeister Norbert Eichler den ersten Abschnitt der Bahnhofstraße freigegeben

Haldensleben l "Das war die trockenste Baustelle von oben und die nasseste von unten", erklärte Axel Bergmann vom Bauamt der Stadt während der Freigabe. Zwar habe es während der Bauzeit kaum geregnet. Dafür stießen die Arbeiter schon nach 55 Zentimetern auf Grundwasser. Dieses musste aufwendig abgepumpt werden. Trotzdem ist es gelungen, die Arbeiten deutlich früher zu vollenden als erwartet. Ursprünglich war die Freigabe für den 20. Juni vorgesehen. Tatsächlich konnte der Verkehr zwischen Alstein- und Gerikestraße schon am 5. Juni wieder rollen. Die technische Freigabe erfolgte am 10. Juni.

Bei der Einweihung zugegen war neben Bauamtsleiter Ralf Krupp-Aachen auch Reiko Freier von den Stadtwerken. Denn die Straßensanierung wurde genutzt, um auch die Hauptleitungen für Gas und Wasser zu erneuern.

Der Abwasserverband "Untere Ohre" ist ebenfalls an den Arbeiten beteiligt. Jürgen Wilke vom Bauplanungs- und Ingenieurbüro Ritter-Schaub-Wilke, Bauleiter Thomas Wipper und Bauunternehmer Bernd Busse nahmen ebenfalls an dem Termin teil. Norbert Eichler bedankte sich bei allen Partnern für die gute Zusammenarbeit. "Es wird wahrscheinlich meine letzte Straßenübergabe sein. Aber Sie sehen: Es geht weiter. Stück für Stück wird unsere Stadt schöner." Nach der Vollendung beider Bauabschnitte werde die Straße einen schönen Zugang vom Bahnhof zur Innenstadt bieten. Wie viel sich in Haldensleben getan habe, erkenne man vor allem, wenn man beispielsweise anhand von Fotos 25 Jahre zurückdenke.

Beleuchtung fehlt noch

"Der einzige Wermutstropfen heute ist, dass die neuen Leuchtkörper noch nicht da sind", gab Axel Bergmann zu bedenken. Zwar seien die neuen Lampen seit zehn Wochen bestellt, aber noch immer nicht geliefert. Das geschehe vermutlich Ende des Monats. Bis dahin gebe es eine provisorische Beleuchtung. Bei den neuen Lampen soll es sich um moderne, energiesparende LED-Leuchten handeln. Laut Norbert Eichler werden diese bei Straßenbaumaßnahmen mittlerweile grundsätzlich installiert. "Der Rest wird Stück für Stück ersetzt", so der Bürgermeister.

Die Kosten für den ersten Bauabschnitt liegen bei rund 340 000 Euro. Zwei Drittel dieser Summe bildeten Fördermittel aus dem Programm "Stadtumbau Ost".

Auch für den zweiten Bauabschnitt zwischen Gerikestraße und Jungfernstieg gibt es Fördermittel. Dort herrscht derzeit Hochbetrieb. Der Straßenbelag ist bereits entfernt worden. In rund 2,50 Meter Tiefe verlegen die Arbeit einen neuen Mischwasserkanal mit einem Durchmesser von 40 Zentimetern sowie parallel dazu eine neue Trinkwasserleitung. Die Straße soll hier einen halben Meter breiter werden als im ersten Abschnitt - aus Rücksicht auf den Busverkehr. Bei den Kosten rechnet die Stadt mit voraussichtlich 550 000 Euro. Bis Ende September soll alles fertig sein.

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