Haldensleben (mb) l Festtagsstimmung und internationales Flair werden am Sonntag in die Kulturfabrik einziehen, wenn das Salon-Orchester Börde um 11 Uhr anstimmt. Die sieben Damen und Herren des Ensembles sind Lehrer der Kreismusikschule Börde und haben sich zu einem kleinen Orchester zusammengefunden, weil die Freude an der Musik sie auch über ihre Lehrtätigkeit hinaus verbindet.

Gemeinsam erfreuen sie andere mit Musik verschiedener Genres, lassen zum Beispiel Operetten wieder lebendig werden, und wenn dann noch die Sopranistin Nadine Duwe singt, ist die Illusion komplett, direkt im Operettenland gelandet zu sein. Und solche Ausflüge werden wieder beliebter. Ob nun das "Vilja"-Lied aus "Der lustigen Witwe" erklingt, der Toni mit der Vroni wie in der Fred-Raymond-Operette "Saison in Salzburg" einen Bummel macht oder es etwas melancholisch klingt "Reich mir zum Abschied noch einmal die Hände" - ganz wie in der Operette "Viktoria und ihr Husar". Die Zuhörer lassen sich entführen in eine andere Zeit, in der Operetten-Melodien Gassenhauer waren.

Am nächsten Sonntag aber werden die Musikerinnen und Musiker in der Kulturfabrik Festliches aus aller Welt anstimmen und damit auch ein bisschen aus ihrer Heimat mitgeben. Denn das Salon-Orchester Börde ist auch ein internationales Orchester. Die Violinistin Viktoria Wisniewski kommt aus Odessa in der Ukraine, die Violinistin Vera Kagan aus St. Petersburg in Russland, der Violinist Gheorghe Marinescu aus Rumänien. Rita Goos, die Violoncello spielt, ist aus Svetlogorsk in Weißrussland. Paulina Stein, die Konzertflöte spielt, stammt aus der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Der Pianist Plamen Kisselkov ist ebenfalls Bulgare, er kommt aus Varna am Schwarzen Meer. Der Klarinettist Uwe Blamberg ist zumindest auch kein Sachsen-Anhalter, allerdings Thüringer. Und Nadine Duwe ist Berlinerin.

So treffen beim Salon-Orchester hohes musikalisches Fachwissen und große Spielfreude mit internationalem Temperament zusammen. Das Publikum wird am Sonntag davon profitieren, wenn in der Kulturfabrik die Petersburger Schlittenfahrt oder Weihnachtslieder von Humperdinck, Auszüge aus der Nussknacker-Suite von Tschaikowski und andere Weisen erklingen.