Haldensleben l Wochenlang hatten die Mädchen und Jungen der Johanne-Nathusius-Schule für diesen Tag geübt. Furchtbar aufgeregt waren sie, als sie mit Liedern, Gedichten, Märchenraten, einer besonders originellen Kombination von Lied und Puppentheater sowie Tänzen ihre Gäste - zumeist Eltern und Großeltern - unterhielten. Fantasievolle Kulissen und Kostüme erfreuten die Zuschauer genauso wie die Darbietungen der Laienkünstler.

Besonders groß war die Freude, als sich dann noch Besuch aus Helmstedt ankündigte. Mitarbeiter des Real-Marktes hatten viel zu tragen, denn sie brachten 58 liebevoll verpackte Weihnachtsgeschenke nach Haldensleben. Der Real-Markt hatte zum fünften Mal eine Wunschbaum-Aktion gestartet. Die Mädchen und Jungen der Johanne-Nathusius-Schule hatten Papier-Bäume mit ihren Wunschbildern bemalt und sie in Helmstedt an den Baum gehängt. Kunden nahmen diese Wunschbilder vom Baum und kauften für die Kinder und Jugendlichen im Markt Geschenke und gaben sie an der Information ab, wo dann alles liebevoll eingepackt wurde. Die Kunden erhielten für ihre Hilfsbereitschaft Markt-Gutscheine.

Johanna Kudlek, stellvertretende Geschäftsleiterin, war mit zwei Mitarbeiterinnen nach Haldensleben gekommen und freute sich über die strahlenden Gesichter. Im Namen der Kinder richtet Ines Falke-Reuter, die Projektleiterin an der Nathusius-Schule, ein herzliches Dankeschön an die Spender: "Für die Kinder ist es besonders in diesen Tagen ein schönes Gefühl zu wissen, dass jemand an sie denkt." Schulleiter Sven Teßmann dankt außerdem noch den Sponsoren, die das bunte Weihnachtsfest an der Schule ermöglichten.

Er schließt auch die Stadtverwaltung ein, die Holzhütten zur Verfügung gestellt hatte. Leider goss es an diesem Tag in Strömen, so dass das bunte Treiben in der Schule stattfinden musste. Obwohl es deshalb sehr eng wurde, waren Akteure wie Gäste begeistert von diesem Fest.

Ausfallen musste zum diesjährigen Weihnachtsmarkt allerdings das Krippenspiel der Schüler, das sie mit Pfarrerin Ingeborg Heidenreich im Religionsunterricht einstudiert hatten. Die Pfarrerin war zum Weihnachtsmarkt verhindert, so dass die Aufführung in der kleinen Kapelle auf dem Gelände des Ameos-Fachklinikums gestern nachgeholt wurde.

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