Hillersleben l Anfang Dezember hatte der Hillersleber Hobbyhistoriker Klaus-Peter Keweloh in einem Beitrag in der Volksstimme um Informationen über ein ehemaliges Gräberfeld im Beamtenviertel der Heeresversuchsanstalt Hillersleben gebeten. "Sieben Volksstimme-Leser meldeten sich und konnten mir einige interessante Fakten berichten", freute sich Keweloh. Demnach handelte sich bei den Bestatteten um russische Soldaten. Es waren auch mehr als acht Gräber. Zur Erinnerung an einen dort begrabenen höheren Offizier und ein junges Mädchen stand dort ein Obelisk aus Holz.

"Bei der Umbettung waren mehr Bürger beteiligt als bisher bekannt war. Die Toten wurden nach Magdeburg auf den dortigen Westfriedhof gebracht. Dort entstand dann ein russisches Ehrenmal. Ein Leser aus Calvörde berichtete mir, dass etwa 50 russische Armeeangehörige auf dem Calvörder Marktplatz begraben waren. Sie wurden 1948 exhumiert und angeblich nach Gardelegen gebracht. Ich möchte mich bei den Lesern der Volksstimme für ihre Hilfe bei meinen Recherchen bedanken", so Keweloh.