Einen schöneren spätherbstlichen Sonn(en)tag hätten sich die Weferlinger gar nicht aussuchen können, um am Sonntag die offizielle Eröffnung ihres Burggeländes zu feiern.

Weferlingen l Nach umfangreichen Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten durchschnitt Ortsbürgermeister Hans-Werner Kraul mit Celina Eichelmann und Kirschkönigin Maria am Sonntag das symbolische Band zur Freigabe des Areals für die Öffentlichkeit.

"Es war richtig, dass der Bürgerverein die Neugierde der Bürger schon gestillt hatte und zum Tag des offenen Denkmals den Grauen Hermann für Besteigungen öffnete. Doch wie es sich gehört, sollte auch eine offizielle Einweihung stattfinden", begrüßte der Ortsbürgermeister zuvor zahlreiche Gäste aus Weferlingen und Umgebung zwischen Aussichtsturm und Burgruine. In Reimform berichtete er von den Strapazen des Baugeschehens bis hin zum positiven Ende.

Zahlreiche Unwägbarkeiten hatten den Sanierungsprozess, der in mehreren Jahresscheiben realisiert worden war, begleitet. Die Insolvenz der Baufirma am Grauen Hermann schließlich hatte die Kommune ganze zwei Jahre Zeitverzögerung gekostet. "Insolvenzrecht und Fördermittelgeber unter einen Hut zu bekommen, war kein leichtes Projekt", blickte Silke Wolf, die Bürgermeisterin der Stadt Oebisfelde-Weferlingen, zurück. Trotzdem hatten alle Beteiligten am Vorhaben festgehalten und die Vollendung vorangetrieben. Sie dankte allen Mitstreitern am Projekt, die trotz aller Unwägbarkeiten nicht aufgaben und um die Fertigstellung bemüht waren.

"Nun ist der Graue Hermann fertig", sagte Silke Wolf und wünschte dem 28 Meter hohen Turm stets viele Besucher, die die Aussicht genießen können.

Die 149 Stufen bis ganz oben lohnten die Mühen des Aufstiegs, denn bei Sonnenschein und strahlend blauem Himmel bot sich ein phänomenaler Rund-um-Blick, von dem reichlich Gebrauch gemacht wurde.

Beim Blick in die Weferlinger Burgruine - der von oben übrigens eine besonders gute Sicht auf die Burgkronensanierung gewährte - schwärmten einige Besucher spontan vom Innenbereich als möglichem Ort künftiger kultureller Höhepunkte wie Konzerte. Ratsherr Harald Märtens erhielt gleich den Auftrag, diese Idee in den Ortschaftsrat hineinzutragen.

Gerd Müller, der stellvertretende Vorsitzende des Bürgervereins Weferlingen, bedankte sich bei allen, die an der Realisierung des anspruchsvollen Vorhabens beteiligt waren. Er bat jedoch die Stadtverwaltung um eine bessere und effizientere Zusammenarbeit mit den Ortschaftsräten, damit Unwägbarkeiten schneller aus dem Weg geräumt werden könnten.

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