Viele Stände säumten am Sonntag den Sandauer Kirchberg. Die Stadt war nicht nur Ziel beim Elberadeltag, sondern feierte auch ihr Volks- und Vereinsfest.

Sandau l Wie sich die Technik in 130 Jahren veränderte, zeigten die Fahrräder von Marian Buhtz und dem Händler Dirk Tetzlaff aus Havelberg. Während der Sandauer auf sein Hochrad mühsam auf- und absteigen muss, fährt es sich auf dem modernen Elektro-Bike fast wie von selbst. Das Interesse am E-Bike war recht rege, informierte Dirk Tetzlaff - auch bei jungen Leuten.

Bevor die Radler aus allen Richtungen in Sandau einrollten, hatten die Kleintierzüchter schon ihren Wettbewerb hinter sich. Insgesamt 26 Hähne waren am halbstündigen Wettkrähen beteiligt gewesen. Viele blieben jedoch ob der recht unruhigen Umgebung stumm. Als Bester brachte es Herbert Nickels Hahn auf 42 Anschläge, beim Nachwuchs siegte Malina Zehles Federtier mit 26-fachem "Kikeriki!"

Am Abend zuvor hatten die Sportler von TuS zum "Tanz in den Mai" eingeladen. Das Festzelt auf dem Parkplatz der Schule war mit etwa 100 Gästen recht gut besucht.

Als eine der ersten Truppen trafen am Sonntag die Radler vom Team Sandau-Havelberg in der Elbestadt ein, angeführt von Manfred Kaluza. Sie hatten eine Rundfahrt durch den Havelwinkel hinter sich, wobei sie weitere Radler "einsammelten". Am Ende traf ein Pulk von 44 Radlern an der Kirche ein.

Lecker duftete es am Stand des Elternkuratoriums der 3. Klasse. Papa Olaf Schmidt bereitete Kesselgulasch nach ungarischer Rezeptur zu. Eltern der 4. Klasse hatten einen Preiskegelwettkampf organisiert. Auch hier fließt der Erlös in die Klassenkasse.

Glücksrad und Kuh to go

Fürs leibliche Wohl der Gäste sorgten auch die Feuerwehr mit Gegrilltem sowie der Karnevalsverein SCC mit Kartoffelsalat und Buletten sowie Crepes. Die Jecken hatten zudem ein Glücksrad aufgestellt. Ihr Glück versuchen konnten die Gäste zudem beim Aalwürfeln der DAV-Angelgruppe.

Mit einem Angebot auch für Radler lockte das Muuuhseum aus Wust: Rolf Ihlau verkaufte hier die "Kuh to go", eine Kuh aus Kuchenteig auf einem Lollistiel. Nebenan wurde fleißig gesponnen, zu Gast war die Spinngruppe des Klietzer Heimatvereins.

Aus Klietz kam auch Maren Reinhold, sie zeigte, wie geklöppelt wird. Musikalisch umrahmten die Singegruppe des Heimatvereins Havelberg, das Blasorchester aus Genthin sowie Kita und Grundschule das Programm.

Der Förderverein der Kirche, der den Radeltag nach Sandau geholt hatte, war gleich mehrfach präsent: Hannelore Hildebrandt bot wieder eine Pflanzentauschbörse an, zudem gab es einen Kuchenbasar. Die Einnahmen kommen dem Aufbau des Turmes zugute - zwar ist die Außenhülle fertig, doch gibt es im Innern noch allerhand zu erledigen.

   

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