46 Abschlusszeugnisse wurden gestern an der Havelberger Sekundarschule übergeben. Es war zugleich die öffentliche Einweihung der neuen Aula.

Havelberg l "Heute ist ein wunderbarer Tag", eröffnete Schulleiterin Kerstin Meinschien ihre Rede. Und nannte als Hauptgrund, dass alle Schüler nach etwa 1800 Schultagen das Ziel erreicht haben. Weitere gute Gründe waren, dass alle die Flut wohlbehalten überstanden hatten und dass der Jahrgang als erster seine Zeugnisse im neuen Schulgebäude erhält.

Gut gefüllt präsentierte sich zur gestrigen Zeugnisübergabe die neue Aula der Schule, sie wurde in der ehemaligen Turnhalle eingerichtet. Die einstige Aula eine Etage höher dient nun als Bibliothek, auch sie wurde samt ihrer Glasmalereien behutsam saniert.

Landrat Carsten Wulfänger hatte noch Schulsport in dieser neuen Aula getrieben, berichtete er in seiner Festrede. Der Schulhof werde sicher genauso schön wie die neue Aula, zeigte er sich optimistisch. Er empfand seine Schulzeit als die schönste und unbeschwerteste Zeit in seinem Leben. Die letzten Tage hätten für viele große Entbehrungen mit sich gebracht, er hofft, dass alle die Kraft haben, die Folgen der Flut durchzustehen. Nach der Schule sei man für sein Tun selbst verantwortlich, jeder solle sich seinen Optimismus bewahren und auch Mut zum Träumen haben. "Lassen Sie es bei der Abschlussfeier richtig krachen", verabschiedete er sich von den Schulabgängern.

Humorvoller Rückblick auf die Schulzeit

Einen humorvollen Rückblick auf die Schulzeit hielten die beiden einstigen Klassenleiterinnen Andrea Brinschwitz und Ruth Fritze: Fehlten Arbeitsmittel, hatten oft die Mütter Schuld und es entstand Panik, wenn eine angekündigte Leistungskontrolle dann auch tatsächlich stattfand. Der Personalbestand der beiden Klassen hatte sich im Laufe der sechs Schuljahre an der Sekundarschule oft geändert, etwa nur die Hälfte blieb bis zum Schluss erhalten.

Die Flut bewies den Schülern, dass das Leben kein Spiel sei und man sich in die Gemeinschaft einbringen sollte. "In das Navigationsgerät eures Lebens werden nun neue Ziele eingegeben", beendete Ruth Fritze ihre Rede.

Von den einstigen Zehntklässlern erreichten 13 den erweiterten Realschulabschluss, sie könnten also nun auf dem Gymnasium weiterlernen. Vier Schüler, welche in den 9. Klassen unterrichtet wurden, bekamen ihren Hauptschulabschluss, einer davon den erweiterten - er könnte jetzt auch die 10. Klasse absolvieren. Gute Tradition ist es an der Weinberg-Schule, dass der Förderverein die beiden Jahrgangsbesten mit einer Prämie ehrt: Ulrich Gruber überreichte diese an Sebastian Engel aus Kamern, der einen Notendurchschnitt von 1,3 erzielt hatte sowie an Laura Kleinod aus Schönfeld, ihr Abschlusszeugnis wies einen Durchschnitt von 1,4 auf.

Laura Kleinod und Michael Kronefeld bedankten sich in ihrer Rede bei allen Lehrern und der Schulleiterin, für alle gab es Blumen. Blumen als Dankeschön gab es auch für Christiane Poggensee und Bernd Schadwald, diese Elternvertreter waren bei Klassenfahrten immer mit dabei gewesen.

   

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