Die schöne Zeit der Sommerferien ist seit gestern vorbei. Doch vielen Havelberger Schülern dürfte der Start ins neue Schuljahr mit dem Einzug in ihr modernes Schulzentrum leichter gefallen sein.

Havelberg l Die Sekundarschüler lernen ab sofort im Schulgebäude des früheren Gymnasiums, das in den vergangenen Monaten saniert worden ist. Die Gymnasiasten haben bereits seit gut einem Jahr im ebenfalls sanierten Anbau Unterricht. Die Fünft- und Sechstklässler beider Schulformen waren gestern Morgen die Ersten, die in der neuen Aula begrüßt worden.

Feste Klassenräume

Schon beim Betreten der großen, hellen und freundlichen Aula - in der einstigen Sporthalle befand sich zuletzt die Bibliothek - staunten die Schüler angesichts des Wandels, den dieser Raum genommen hat. Die Leiterin der Sekundarschule "Am Weinberg" Kerstin Meinschien stellte die Leitung des Schulzentrums vor und begann mit dem Schulleiter des Diesterweg-Gymnasiums Tangermünde/Havelberg Ronald Müller. Der schulfachliche Koordinator für Havelberg Volker Woltersdorf und der stellvertretende Schulleiter der Sekundarschule Ulrich Gruber folgten. "Es ist beeindruckend, welche guten Lernbedingungen hier für die Schüler geschaffen wurden", freut sich Roland Müller. Er wünschte allen Schülern einen guten Schulstart und sich weiterhin ein gutes Verstehen unter den Kollegen.

Volker Woltersdorf begrüßte besonders die jeweils 30 Schüler der Klassen 5/1 und 5/2 und erinnerte die sechsten Klassen an ihr neues Unterrichtsfach Physik. Allen Schülern wünschte er viel Erfolg beim Lernen und machte darauf aufmerksam, dass er der Ansprechpartner im Havelberger Schulzentrum ist. Ulrich Gruber ermahnte die Schüler in seinen Worten, mit offenen Augen im Außenbereich unterwegs zu sein, da das Schulgelände noch Baustelle ist. Anschließend stellten sich alle Lehrer kurz vor . Den Schülern war schon eine leichte Ungeduld anzumerken, denn die Spannung auf den eigenen Klassenraum war gestiegen. "Das war im alten Schulgebäude nicht so, da mussten die Schüler auf Wanderschaft, von Klasse zu Klasse, gehen. Jetzt gehen die Lehrer in die Klassenräume", berichtet Kerstin Meinschien.

Neu ist auch die Caféteria im Parterre. Sie wird vom Schulessenanbieter mit betrieben und öffnet von 7 bis 15 Uhr. Lehrer, Schüler, Eltern und Mitarbeiter können dort Kaffee, Kuchen von einem regionalen Bäcker sowie gesunde Kost erhalten. "Aber auch die Schüler des Gymnasiums können hier ihre Freistunden verbringen. Das und vieles mehr haben wir gestern schon in einer sehr angenehmen Dienstberatung besprochen", so Kerstin Meinschien.

Rundgang durchs Haus

Sie freut sich besonders über die schöne große Aula, in der in Zukunft zum Beispiel Elternabende und Theatervorführungen stattfinden. "Trotz der Baustelle vor der Tür ist ab heute das Schulzentrum mit Leben gefüllt", brachte es die Schulleiterin auf den Punkt.

Im Schulzentrum herrschte inzwischen reger Betrieb, denn die Schüler wurden von Lehrern und Mitarbeitern durch das wunderschöne und kaum wieder zu erkennende historische Gebäude geführt. Die Klassenlehrerin der 6a, Caren Pfund, hatte sich mit ihren Schülern auf den Weg gemacht und zeigte ihnen Bücherei, Informationstafel, Lehrerzimmer und einige Fachräume im Haus. Und dann öffnete sich für die Schüler zum ersten Mal die Tür ihres neuen Klassenraumes. Dem Ansturm auf die beliebtesten Plätze hatte die Klassenlehrerin vorgebeugt und zunächst einen Stuhlkreis gestellt. Jetzt konnten die Schüler ihren ersten Eindruck zum neuen Haus loswerden.

Vanessa fand alles sehr schön, aber dass die Fenster noch verhangen sind, störte sie etwas. Caren Pfund gab Entwarnung, denn nächste Woche sind die Planen weg. Dass das Schulhaus über hundert Jahre alt ist, ist nicht mehr zu sehen. Alles ist hell und freundlich und ganz modern eingerichtet. Das war die Meinung der meisten Schüler, die sich jetzt Gedanken machen, wie sie ihre noch kahlen Wände im Klassenraum gestalten.

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