Elbe-Havel-Land (asr) l Unter den 62 Abiturienten des Diesterweg-Gymnasiums, die am Freitag ihre Reifezeugnisse erhielten, sind auch 15, die tagtäglich aus Orten östlich der Elbe nach Tangermünde gekommen waren. Zusammen mit ihren Klassenkameraden erlebten sie am Sonnabend einen unvergesslichen Abiball. Zu den zahlreichen Programmpunkten gehörte die Wahl der Ballkönigin und des -königs. Sophia Groß aus Neuermark-Lübars und Florian Hochheim wurde die Schärpe umgelegt. "Flori" gehörte auch zu den "Top fünf" der ausgewählten Lehrer und Schüler, die ein besonderes Dankeschön der Abiturienten erhielten. Denn als Mathe- und Physikgenie behielt er sein Wissen nicht nur für sich, sondern half in Vorbereitung auf die Prüfung auch vielen anderen. Der 18-jährige aus Schönfeld will auch beruflich Wissen vermitteln - als Lehrer in den beiden Fächern. Er wird sich in Potsdam an der Uni um einen Studienplatz bemühen. Und auch Sophia möchte Lehrerin werden - als Uni zieht sie auch Potsdam oder Rostock in Betracht.

Nach Berlin wird Kim Reinfeldt vom Schönhauser Damm im Oktober gehen. Sie hat den dualen Studienplatz beim Pharma-Konzern Bayer schon seit Herbst 2014 in der Tasche. An die Schulzeit verbinden sie schöne Erinnerungen, zu denen die vom MDR begleitete Flusskreuzfahrt auf der Elbe bis nach Prag und die Reise zur Patenschule nach Äthiopien gehören.

In der Landwirtschaft zu arbeiten, war schon als Kind der Wunsch von Willi Glimm aus Scharlibbe. Er hat einen dualen Studienplatz bei einem Agro-Betrieb in Niederndodeleben so gut wie sicher, den Theorieteil während der vier Jahre absolviert er in der Berufsschule in Salzwedel und der Hochschule in Neubrandenburg. Willi hatte ein Austauschjahr in Argentinien verbracht.

Einer seiner guten Freunde aus der Schulzeit, mit dem ihn auch das Fußballspiel verbindet, ist Robert Kertz aus Klietz. Er möchte an der Fachhochschule in Magdeburg Wasserwirtschaft studieren.

Magdeburg wäre auch für Laura Tischler ein guter Studienort für Kommunikationswissenschaften. Die Schönhauserin leistete zur Abizeitung einen entscheidenden Beitrag.

Lukas Tondera hofft, in Brandenburg einen Studienplatz Mechatronik zu bekommen - dann könnte er täglich von Sydow aus fahren und würde sich die Mietkosten sparen. Am liebsten wäre ihm, sich auf Fahrzeugtechnik zu spezialisieren und dann in Wolfsburg bei VW zu arbeiten.

Ebenfalls in Sydow zu Hause ist Malte Löffler. Er will Theologie studieren, denn "ich möchte Pfarrer werden". Dieser Wunsch reifte durch sein Engagement in der Kirchgemeinde. Hier hatte er im Laufe der Jahre immer mehr Verantwortung übernommen und in Christof Enders ein gutes Vorbild. "Ich kann mir nicht vorstellen, im Büro zu sitzen. Ich will mit Menschen zu tun haben und ihnen zur Seite stehen."

Stotternden zu helfen, wird das berufliche Anliegen von Svenja Lucke aus Wust sein. Deshalb möchte sie Sprechwissenschaften studieren.

Ricarda Voß, die sich den Wunsch von einer Weltreise erfüllen möchte, will in Berlin Ökologie und Umweltplanung studieren. Der Grundstein dafür wurde in der Familie gelegt: ihr Vati ist Bio-Landwirt.

Diplom-Rechtspflegerin für das Land Sachsen-Anhalt wird Lisa Ziehm aus Sydow. Der duale Studienplatz ist ihr sicher - der theoretische Teil findet an der Fachhochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin statt. Sie wünscht sich, dass die während der Schulzeit geschlossenen Freundschaften auch weiterhin Bestand haben.

Die Zwillinge Severine und Colleen Hensche aus Wust, lange als Funken beim Wuster Karneval aktiv, werden die Schulfreunde vermissen und sich gern an die gemeinsamen Erlebnisse wie die Abschlussfahrt nach Polen erinnern. Colleen studiert ab Oktober Rechtswissenschaften und ihre Schwester macht erst einmal ein freiwilliges soziales Jahr, um sich dann für die berufliche Laufbahn festlegen zu können.

 

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