Ein Fledermauspfad wird in naher Zukunft den bereits bekannten Naturlehrpfad um den großen Klietzer See ergänzen.

Von Ingo Freihorst

Klietz l "Der bereits im Bau befindliche neue Pfad wird 1,7 Kilometer lang und ist dann auch mit dem Rollator zu befahren", erklärte Joachim Steinborn, welcher bereits den 7,5 Kilometer langen Seerundkurs konzipiert und erbaut hatte.

In Klietz und Umgebung wurden immerhin bereits neun Fledermausarten nachgewiesen: So der Abendsegler, Breitflügel-, Wasser-, Fransen- Zwergfledermaus sowie das Langohr. Eine Besonderheit ist die in der Region seltene Mopsfledermaus.

Mit der Gestaltung des Pfades geht es in Kürze los. Infotafeln erläutern die einzelnen Arten der Fledermäuse, deren Lebensräume und Ernährungsweise. Beispielsweise fängt die Wasserfledermaus ihre Nahrung über der Wasseroberfläche mit den Füßen.

Im Vorfeld hatte Joachim Steinborn wegen der über Spenden finanzierten Tafeln etliche Gespräche mit den Klietzern geführt, diese sind am Erhalt des Weges interessiert. Leider nicht alle, denn immer wieder werden Tafeln beschädigt oder gar zerstört.

Seit kurzem weist am Wäldchen neben der Sparkasse ein 1,7 Tonnen schwerer Findling den Weg zu den beiden Pfaden. Er hat einen weiten Weg hinter sich, kommt aus dem brandenburgischen Damelack. Der Steinmetzbetrieb von Rolf Eißer aus Rathenow arbeitete eine Tafel in den Granitstein ein und stellte den Findlung am in der Dammstraße beginnenden Waldweg auf.

"So ist der Einstieg leichter zu finden", freut sich der Klietzer Naturfreund. Weitere Infopunkte zur Wegführung werden noch errichtet. Das Neueste am Naturlehrpfad sind zwei Markierungen hoch oben in den Bäumen, welche den Wasserstand bei der Flutkatastrophe im Juni 2013 anzeigen. Sie befinden sich in über drei Metern Höhe. So langsam überdeckt die Natur die Schäden der Flut wieder mit neuem Bewuchs, das Schwemmgut, was oft hoch oben in den Ästen hing, verrottet mehr und mehr. Erlen, deren Samen mit dem Flutwasser herantrieb, schlagen inzwischen aus, ebenso Birken, an einer Stelle wächst sogar ein Bergahorn heran. Auch wurden Weidenstecklinge in den Boden gebracht.

Joachim Steinborn ist über jede weitere Spende für den Lehrpfad froh - Spendenquittungen werden in der Gemeindeverwaltung ausgestellt. Und er hofft zudem, dass sich Besucher beim Rundgang entsprechend verhalten und das von vielen Spenden Errichtete nicht wieder zerstört wird.