Eine neue Arbeitsgemeinschaft gibt es seit dem Vormonat an der Sandauer Grundschule: Die Junior-Ranger.

Von Ingo Freihorst

Sandau l "Am 7. November hatte unser erstes Treffen stattgefunden, sechs Grundschüler arbeiten in der Arbeitsgemeinschaft mit", berichtet Gabriela Ecke. Sie arbeitet in der Außenstelle Ferchels der Biosphärenreservatsverwaltung und hat bereits Erfahrungen bei der Anleitung von Junior-Rangern gesammelt: In Schollene betreut sie schon seit Jahren eine solche Arbeitsgemeinschaft.

Nele Ziems, Nele Silcher, Aaron Frank, Malte Wischer und Markus Köhne präsentieren stolz ihre Arbeitsmappen. Beim ersten Treff wurden Blätter gesammelt, anschließend deren verschiedene Färbungen untersucht. Die Kinder erfuhren, dass sich manche Arten von außen nach innen verfärben, andere genau anders herum. Bei einem Experiment mit Kreidestäbchen wurde nachgewiesen, dass sich die Farbe schon vorher im Blatt befindet, sie wird nur durch das Chlorophyll überdeckt.

In der Arbeitsmappe sind die Aufgaben der Kinder festgehalten. So sollen sie ein besonders intensiv gefärbtes Blatt finden. Oder jene Blätter mit grauen Flecken - diese stammen nämlich von der Miniermotte, die unter anderem vielen Kastanienbäumen arg zu schaffen macht. Natürlich können auch vorgezeichnete Blätter auf den Seiten ausgemalt werden. Dass man mit den Blättern auch herrlich basteln kann, zeigte Gabriela Ecke den Kindern ebenfalls: Es entstanden hübsche Fischfiguren.

Ab der 2. Klasse können die Schüler bei den Junior-Rangern mitmachen, denn man sollte schon lesen können. Sind die Kinder drei Jahre dabei gewesen, gibt es den begehrten Ausweis. Vorerst jedoch erhielten die Sandauer Schüler schon mal ein T-Shirt, mit dem sie ihr Engagement für die Natur und Umwelt auch nach außen demonstrieren können.

Doch wird nicht nur im warmen Klassenzimmer gearbeitet. Sobald das Wetter es zulässt, geht es an die frische Luft, in die Natur - also dem "Arbeitsobjekt". So wurden bereits Blätter im Sandauer Stadtpark gesammelt.

Je nach Jahreszeit stehen das Jahr über verschiedene Themen auf dem Arbeitsplan: Unter anderem die Rückkehr des Wolfes, der Biber wird behandelt oder die Lebensbereiche Wald, Wasser und Wiese. Irgendwann in der warmen Jahreszeit geht es auch auf Tümpeltour an die Elbe, wozu im Eigenbau Kescher angefertigt werden. Geht es ins Freie, wird Gabriela Ecke von der pädagogischen Mitarbeitern Bärbel Harmel unterstützt.

Die Junior-Ranger sind ein Projekt des "Europarkes Deutschland", des Dachverbandes der National- und Naturparks sowie der Biosphärenreservate. Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen verstärkt für die Natur zu begeistern. Sie sollen so auf aktive und spielerische Weise die Natur als Lebensumwelt schützen lernen.

Die Arbeitsgemeinschaften in Sandau und Schollene betreut Gabriela Ecke immer im Wechsel. In der Seegemeinde Schollene arbeiten zehn Kinder bei den Junior-Rangern mit. Hier wird sie zudem von Christine Hoffmann unterstützt.