Sandau/Schönhausen (ifr) l Über die Lösung der Raumprobleme an der Schönhauser Grundschule diskutierte kürzlich der Sozialausschuss des Verbandsgemeinderates in Sandau. Voraussichtlich werden in der Schönhauser Schule im nächsten Jahr 27 Kinder eingeschult, darunter einige mit Förderbedarf.

Verbandsbürgermeister Bernd Witt informierte, dass es drei Optionen dazu gibt: Favorisiert ist die Anmietung eines Containers, was insgesamt etwa 10000 Euro im Schuljahr kosten würde.

Eine weitere Option wäre die Neuaufteilung der Schuleinzugsgebiete. Doch laut Auskunft vom Landkreis darf dies nur für einen längeren Zeitraum erfolgen. Geprüft wurde auch eine interne Lösung an der Schule, doch in der Schule gibt es keine Räume. Im Gegenteil: Das Schulleiterbüro wurde kürzlich sogar schon für den Förderunterricht genutzt, wie Gabriele Bos erklärte.

Eine Umstrukturierung der Einzugsgebiete hat auf den ersten Blick wenig Nutzen, beispielsweise kommen von den Dämmen nur drei Schüler nach Schönhausen. Nötig sei eine Neustrukturierung aller Standorte, sagte Bernd Witt. Der Klietzer Bürgermeister Jürgen Masch fand es unverständlich, dass die Kinder aus Neuermark-Lübars in Schönhausen zur Schule gehen - Klietz liege weitaus näher. "Eine Änderung der Schuleinzugsgebiete muss zukunftsfähig sein, alle Schulstandorte erhalten und die Kinder entlasten", sagte Silvio Wulfänger. Beispielsweise könnte Schönfeld auch wieder Sandau zugegliedert werden.

Er plädierte für die kurzfristige Container-Lösung, da in Schönhausen die Schülerzahlen anschließend wieder rapide sinken. Dennoch bleibe das Raumproblem, wies Gabriele Bos hin. Ungewiss ist derzeit nämlich, wie viele Kinder mit Förderbedarf aus der 1. Klasse diese wiederholen müssen - dann könnten es durchaus sogar über 30 Kinder werden.

Bernd Witt meinte, mit dem Container gewinne die Verwaltung ein Jahr Zeit, andere Lösungen für die Grundschulen zu analysieren. Mittelfristig müsste in Schönhausen jedoch ein Anbau erfolgen. Nötig sei ein Konzept für die Schulentwicklung in der Verbandsgemeinde, gab Christine Maczutajtis vom Bauamt zu bedenken. Wichtig sei dies auch im Hinblick auf Fördergelder.