Havelberg (ans) l Dass die Bundesgartenschau anders ist als die bisherigen, müsse den Besuchern rechtzeitig erklärt werden, berichtete der Geschäftsführer des Buga-Zweckverbandes Erhard Skupch zur Info-Tour in Havelberg. Das Schwierige bei der Erarbeitung des Marketingkonzeptes sei, dass man nicht auf Erfahrungen zurückgreifen könne, denn fünf Städte, die auf einer Strecke von 80 Kilometern liegen, und acht eintrittspflichtige Ausstellungsflächen gab es bisher bei noch keiner Buga. Fakt sei, dass die Besucher aktiv und mobil sein müssen, um die Gartenschau zu besuchen. Die Herausforderung für alle Beteiligten sei, dass die Besucher die Buga als Bereicherung und nicht als Belastung erkennen. "Der Besucher entdeckt eine ganze Region, nicht nur eine Fläche", so Erhard Skupch. Um dafür auch Zeit zu haben, soll eine Tageskarte jeweils einmal für alle Standorte gelten, egal, an welchem Tag der Besucher sie nutzt. Die Standorte einer Stadt würden zeitlich einen Besuchstag ausmachen.

Das Motto "Von Dom zu Dom - Das blaue Band der Havel" soll beim Marketing weiterhin Bestand haben. Allerdings soll für die Außenwirkung "Fünf sind eins: Deins" genutzt werden. Damit werde besser erreicht, den Besuchern die Besonderheit darzustellen.

Mit einer Flächen-Buga bleibt die Havelregion auf längere Zeit allein. Nach Hamburg 2013 sind ab 2017 Gartenschauen in Berlin, Heilbronn, Erfurt, Mannheim und Köln geplant. Erst 2028 sei eine Fläche im Gespräch, berichtete Erhard Skupch.

Die Kernzielgruppen bei Bundesgartenschauen sind Besucher 50 plus, Familien mit Kindern, Gartenfreunde, Fachbesucher, Reisegruppen und Schulklassen. Die Buga in Koblenz in diesem Jahr habe gezeigt, dass die Besucher jünger werden. Die Altersgruppe 40 bis 49 habe den stärksten Anteil an den Besuchern gehabt.

Um die Bürger der Region gut zu informieren, sind neben den Info-Touren und im nächsten Jahr öffentlichen Baustellenführungen "Buga-Boten" vorgesehen. Der erste erschien mit einer Auflage von 80000 im November. Nächstes Jahr könnten es zwei, drei Ausgaben werden.

Aktuelles ist zudem im Internet zu finden unter www.buga-2015-havelregion.de