Etliche Patienten des Havelberger Krankenhauses konnten am Vormittag von Heiligabend ihre Sachen packen und wurden von ihren Familien nach Hause geholt. Doch 22 Kranke waren auf Hilfe von Ärzten und Schwestern angewiesen.

Havelberg l "Es ist gar nicht so schlimm, Heiligabend im Krankenhaus zu sein. Hier ist es doch schön, und die Schwestern sind wirklich sehr nett!" Walburga Maschewski aus Hohengöhren war froh gelaunt, als sie nachmittags Besuch von Chefarzt Dr. Peter Hoffmann, dem Verwaltungsdirektor Martin Kruse und der stellvertretenden Pflegedienstleiterin Renate Schulz bekam. Sie brachten allen 22 Patienten, die auch über Weihnachten im Krankenhaus bleiben mussten, ein Präsent und Genesungswünsche. Über die freute sich auch eine Warnauerin, die am 23. Dezember eine neue Hüfte bekommen hat und auf der Wachstation lag. "In ein paar Wochen springen Sie wieder wie ein junges Reh", machte Martin Kruse ihr Mut und schürte die Vorfreude auf die Zeit nach der Reha. Vier Patienten wurden Heiligabend auf der Intensivstation versorgt, auf der chirurgischen Station kümmerte sich eine Schwester um drei Patienten, 15 lagen auf der "Inneren".

Bereits einen Tag vor Heiligabend hatte die Liedertafel auf den Fluren gesungen und damit die Herzen der Patienten erwärmt. Passend zum Fest gab es Heiligabend Kartoffelsalat mit Würstchen und einen Braten am ersten Feiertag.

Das erste Mal auf dem Rundgang dabei war Martin Kruse. Seit September ist er für die Verwaltung verantwortlich, er löste Claudia Kern ab. Havelberg ist nicht der einzige Standort, sondern als leitender Verwaltungsdirektor der KMG Kliniken Mitte ist er auch für Kyritz, Pritzwalk und Wittstock zuständig. "Derzeit bin ich zwei Tage pro Woche hier. Wir suchen für Havelberg noch einen Stellvertreter, der dann wie an den anderen Standorten auch ständig vor Ort ist", berichtet der 54-Jährige. Denn auf die Verwaltung kommt in den kommenden Monaten und Jahren viel Arbeit zu. Wie bereits berichtet, gab es vor wenigen Tagen die Zusage über 5,98 Millionen Euro Fördermittel für den Ausbau des Havelberger Klinikums zum Gesundheitszentrum. Erster Schritt wird die Modernisierung der alten Propstei, in der sich jetzt u.a. die Wache befindet. Dieser Bereich wird zum Pflegeheim mit 37 Plätzen umgebaut. Das Krankenhaus selbst wird so saniert, dass hier ein medizinisches Versorgungszentrum entsteht. Außerdem erhalten alle Krankenzimmer eine Nasszelle. Martin Kruse freut sich auf die Herausforderung. "Havelberg bekommt ein modernes Gesundheitszentrum, das hoffentlich bis zur Buga fertig ist."