Schönhausen (asr) l Schritt für Schritt können die Schönhauser verfolgen, wie die Figuren des Altares ihr ursprüngliches Aussehen erlangen. Lukas und Matthäus sind bereits restauriert und stehen vor dem Altar. An ihren Platz kommen sie erst kurz vor der Wiedereinweihung Ende April.

Am Dienstagabend, dem Namenstag des Evangelisten Johannes, wurde mit einer Andacht Johannes in der Kirche begrüßt. Aber die Figur ist noch nicht fertig. Ihr fehlt noch das "Kleid", das ihr Restauratorin Hiltrud Fritsche ab Januar in ihrer Berliner Werkstatt anlegen wird. Doch die Figur selbst ist schon wieder vollständig. Was Tischlermeister Hagen Siedler alles ausbessern musste, konnte man deutlich sehen am neuen Holz. Die Finger beispielsweise, auch an Gewand und Schopf fehlte Holz. Der Zahn der Zeit hat an den Figuren seine Spuren hinterlassen. Immerhin 300 Jahre alt werden sie nächstes Jahr - 1712 war der prunkvolle Altar gebaut worden.

Bis er am 29. April wiedereingeweiht wird, haben Hagen Siedler und Hiltrud Fritsche noch viel Arbeit. Nicht nur Johannes ist fertigzustellen, sondern es fehlen noch zwei weitere Figuren: der vierte Evangelist Markus sowie der siegreiche Christus, der ganz oben auf dem Altar seinen Platz hat.

Die Schönhauser sind schon gespannt, wie ihr seit fast drei Jahren eingerüsteter Altar aussieht, wenn im April das Gerüst abgebaut werden kann. Und das nächste Gerüst für die kommenden Jahre steht auch schon am Epitaph der Familie von August von Bismarck, wofür jetzt die 100000-Euro-Finanzierung aufgestellt wird.

Bilder