Ein wahrer Festtag wurde gestern am und im Erlebnispädagogischen Centrum Havelberg (ELCH) begangen. Die Einrichtung feierte ihr zehnjähriges Bestehen. Zahlreiche Gäste kamen zum Gratulieren.

Havelberg l Das größte und wertvollste Geschenk hatte Andrik Krüger, stellvertretender Landesgeschäftsführer des Paritätischen Sachsen-Anhalt und Geschäftsführer der Paritätischen Sozialwerke GmbH, im Gepäck. Er übergab dem Leiter des Hauses, Jörg Thiemann, einen symbolischen Scheck der "Glücksspirale" über eine Summe von 9934 Euro. "Mit diesem Geld ist es uns möglich, eines unserer nächsten großen Vorhaben zu verwirklichen", freute sich Jörg Thiemann und meinte damit die Schaffung eines sogenannten multivariablen Mehrzweckraumes mit einem behindertengerechten Zugang und einer Selbstversorgerküche. "Mit dieser Modernisierung, die wir noch bis zum Jahresende 2012 abschließen möchten, kommen wir hauptsächlich all den Gästen entgegen, die in unserem Haus Seminare oder Lehrgänge abhalten beziehungsweise an diesen teilnehmen möchten", erklärte der Leiter. Für solche Veranstaltungen stand das Erlebnispädagogische Centrum in der Vergangenheit zwar auch schon Jedermann offen, oftmals wurde dabei aber auch der Wunsch nach noch besseren räumlichen Bedingungen zum Ausdruck gebracht.

Dem Geldsegen folgte die nächste Überraschung. Für diese sorgte der Havelberger Verein "Blaue Herzen für Kinderfreundlichkeit". Denn dessen Vorsitzender Detlef Ballendat nutzte den Anlass, um das ELCH als kinderfreundliches Haus mit dem "Blauen Herz für Kinderfreundlichkeit" auszuzeichnen. Eine solche Ehrung erhielten außerdem noch zwei alteingesessene Mitarbeiter der Einrichtung. Und zwar der Hausmeister und gute "Hausgeist" Edwin Weidenbach sowie Karin Limp, die in der Küche immer darum bemüht ist, den Gästen des Hauses abwechslungsreiche und schmackhafte Kost anzubieten.

"Das Haus hat in den zehn Jahren seines Bestehens eine prima Entwicklung genommen", würdigte gleich zu Beginn seiner Festrede Gunther Schöndube, der Geschäftsführer der gemeinnützigen Paritätischen Integral gGmbH, unter deren Dach sich das ELCH seit 2010 befindet. Dazu zähle nicht nur die in den letzten Jahren erfolgte Verschönerung der Außenanlagen und die Schaffung eines eigenen Bootssteges, sondern auch die erneute Zertifizierung des Hauses mit drei Sternen, die jeweils etwa 15prozentige Steigerung der Auslastung von Jahr zu Jahr und die ständige Überarbeitung der inhaltlichen Angebote. Als einen von vielen Höhepunkten in der Geschichte des Hauses erinnerte der Geschäftsführer an das Eurocamp 2008 mit rund 70 Teilnehmern aus über 30 Ländern.

Künftig komme es darauf an, auch für die kalte Jahreszeit Konzepte zu entwickeln, die zu einer guten Auslastung der Einrichtung auch in diesen Monaten führen.

"Wie alle Havelberger freuen wir uns schon auf die Buga 2015 und möchten uns aktiv in sie einbringen", sagte er. Bis dahin, erfuhr die Volksstimme von Andrik Krüger, wolle der Paritätische auch für eine bessere Außenansicht der leer stehenden Nebengebäude auf dem Gelände sorgen. "Die Buga-Besucher sollen auf keinen Fall den derzeitigen Anblick dieses Ensembles in Erinnerung behalten", versicherte er. 2012/2013 werden deshalb Arbeiten an der Fassade erfolgen. Über die künftige Nutzung könne dann später entschieden werden.

Zum gestrigen runden ELCH-Geburtstag begrüßte Gunther Schöndube übrigens auch Bernd Zürcher, Claudia Schulze und Andreas Stahl ganz herzlich, die sich alle schon als Verantwortliche im ELCH mit großem persönlichem Einsatz für die Weiterentwicklung des Hauses eingesetzt hatten.

   

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