Nicht nur um gute Noten für sich, sondern auch um möglichst viele Punkte für ihre Klasse wetteifern derzeit die Mädchen und Jungen in der Havelberger Sekundarschule "Am Weinberg".

Havelberg l Seit drei Wochen werden von den Lehrern an der Weinberg-Schule für jede Unterrichtsstunde wieder bis zu drei Punkte an die Klasse vergeben, mit der sie gerade Unterricht hatten. Der traditionelle Schulwettbewerb "Gute Stunde" ist gestartet. Bis zu seinem Ende am 30. Januar 2013 wollen die insgesamt 13 Klassen in den Klassenstufen 5 bis 10 so viele Punkte wie möglich erwerben, um am Ende einen der drei attraktiven Preise des Wettbewerbes zu ergattern. Der Sieger darf sich über einen Tagesausflug mit Kinobesuch freuen, der Zweitplatzierte über einen Vormittag im Havelberger Schwimmbad oder - je nach Wetterlage und Zuspruch - in der Havelberger Kegelhalle. Zwei freie Unterrichtsstunden zum Eisessen in Havelberg erhält die Klasse, die auf Platz 3 einkommt. Finanzielle Unterstützung erhält der Schülerwettstreit auch in diesem Jahr wieder vom Förderverein der Sekundarschule.

"Der Schulwettbewerb ist bisher immer recht erfolgreich abgelaufen; das Bemühen der Schüler um ein gutes Abschneiden ihrer Klasse war im Unterricht deutlich spürbar", gibt Schulleiterin Kerstin Meinschien die bisher gemachten Erfahrungen des Lehrerkollegiums mit der "Guten Stunde" wieder. Und auch der diesjährige Auftakt sei - zumindest aus ihrer Sicht - recht vielversprechend verlaufen. "Die meisten Schüler knien sich förmlich rein in den Wettbewerb", sagt sie, der sich damit immer wieder als ein gutes erzieherisches Mittel sowohl für das gesamte Klassenkollektiv als auch für den Einzelnen erweist.

Je nachdem, wie die Schüler sich im Unterricht an die Wettbewerbsbedingungen (unter anderem Disziplin, Vollständigkeit der Hausaufgaben und Arbeitsmittel, Mitarbeit, kameradschaftlicher Umgang untereinander, angemessenes Pausenverhalten, ordentliches Verlassen des Klassenraumes) halten oder nicht, trägt der unterrichtende Lehrer für die zu Ende gegangene Stunde drei, zwei, einen oder null Punkte ins Klassenbuch ein. Sie werden wöchentlich zusammengezählt und in einem Aushang vor dem Sekretariat für alle Schüler öffentlich gemacht. So können sich die Klassen über ihre aktuellen Chancen im Wettbewerb stets selbst ein Bild machen.

Gestern hatte die Schulleitung übrigens zum traditionellen Elternsprechtag ins Schulgebäude eingeladen. In der Zeit von 16 bis 19 Uhr standen sämtliche Lehrer für Gespräche mit den Eltern zur Verfügung. Im Mittelpunkt standen dabei das Lernverhalten, die Leistungen, die Fördermöglichkeiten sowie die Disziplin und Ordnung der Kinder und Jugendlichen. "Immer im ersten Schulhalbjahr steht bei uns ein solcher Elternsprechtag auf dem Programm", informiert die Schulleiterin. Im zweiten Halbjahr werden Eltern dann nur zu Gesprächen eingeladen, wenn die Schule dafür dringenden Handlungsbedarf sieht.