Ein neuer Verein soll für die Erhaltung des Dorflebens in Hohentramm sorgen. An der Gründungsversammlung nahmen am Sonnabend 22 Einwohner teil, doch die Mitgliederzahl ist schon jetzt weitaus höher.

Hohentramm l Noch gibt es die freiwillige Feuerwehr in Hohentramm, die als einziger Kulturträger im Dorf präsent ist. Doch niemand weiß, wie lange noch, da die Anzahl der aktiven Kameraden immer weiter zurückgeht. Um die Wehr zu unterstützen und das Dorfleben über ihre mögliche Auflösung hinaus zu erhalten, nahmen die Hohentrammer das Heft jetzt selbst in die Hand und riefen am Sonnabend einen Förderverein ins Leben.

Spieleabende und ein Dorffest sollen organisiert werden

22 Einwohner kamen zur Gründungsversammlung ins Dorfgemeinschaftshaus. Doch das Interesse in dem gerade einmal 82 Einwohner zählenden Ort ist weitaus größer. "Fast das ganze Dorf macht mit", erklärte Torsten Beichle, der frischgewählte Vorsitzende, kürzlich am Rande der Müllsammelaktion in der Gemarkung.

Beichle zur Seite stehen als Stellvertreter Stefan Schulz, als Kassenführerin Kristin Schulze, als Schriftführer Norman Schulz sowie als Mitglieder im erweiterten Vorstand Jan Grosse und Ulrich Hehlig. Alle sechs erhielten einstimmig das Vertrauen der Mitglieder. "Der Verein wird zusammen mit der Feuerwehr und der Jagdgenossenschaft für das Dorfleben arbeiten", erläuterte Norman Schulz. Erste Pläne gibt es auch schon. So sollen regelmäßige Spieleabende ins Leben gerufen und ein Dorffest organisiert werden. Nächster Höhepunkt ist das Maifeuer, das heute Abend um 19 Uhr entzündet wird.

Auch die Kirche hat der Verein im Blick. "Sie ist Mittelpunkt unseres Dorfes, aber der äußere Anblick ist nicht der Beste. Hier sollte etwas getan werden", meinte Norman Schulz. Eine Kontaktaufnahme mit der Kirche, auch wegen möglicher finanzieller Unterstützung, sei vorgesehen.

Die Vereinsmitglieder wollen im Dorf selbst mit Hand anlegen und so die Kosten für die Gemeinde reduzieren. Interessenvertreterin Silvia Schulz, die im Beetzendorfer Rat sitzt, versprach während der Gründungsversammlung, bei der Gemeinde anzufragen, inwieweit sie den Verein bei seinen Vorhaben unterstützen kann. Zugleich bedankte sie sich bei den Hohentrammern für die Müllsammlung, die nicht selbstverständlich sei.