Im Erdgas-Untergrundspeicher Peckensen sind 17 Mitarbeiter beschäftigt. Die fünfte Kaverne wird derzeit gesolt: Das und mehr erfuhren Mitglieder des Verbandsgemeinderates Beetzendorf-Diesdorf und Mitarbeiter der Verwaltung beim Besuch der Firma Storengy.

Nipkendey l "Das ist richtig interessant, sich hier mal umschauen zu dürfen. Sonst hat man die Chance nicht", stellte Dorlis Reimann, Kämmerin der Verbandsgemeinde (VG), fest. Ähnlich äußerten sich die anderen Teilnehmer der Betriebsbesichtigung in der Zweigstelle der Storengy Deutschland GmbH. "Schade nur, dass nicht noch mehr der Ratsmitglieder das Angebot angenommen haben", bedauerte VG-Bürgermeisterin Christiane Lüdemann. Aber die, die gekommen seien, wären auch sehr interessiert, stellte sie fest.

Matthias Schorr vom Bereich Unternehmenskommunikation empfing die Gäste. Er informierte, dass das Erdgas, das im Untergrundspeicher Peckensen gelagert werde, aus Kemnitz komme. Im Vorjahr sei eine zweite, 13 Kilometer lange Verbindungsleitung dorthin gebaut worden (wir berichteten). Derzeit gebe es vier Kavernen. "Die fünfte Kaverne befindet sich in Solung. Die Arbeiten werden wohl Ende dieses Jahres abgeschlossen sein", fügte er hinzu. Wenn alles in Betrieb sei, würde sich das Arbeitsgasvolumen von 220 auf 400 Millionen Kubikmeter erhöhen. Die Kavernen würden sich in einer Tiefe von 1300 bis 1600 Metern befinden. Pro Stunde könnten maximal 175000 Kubikmeter Gas eingespeichert und bis zu 500000 Kubikmeter entnommen werden, nannte Matthias Schorr weitere Fakten. "Ich hatte immer angenommen, dass die alten Förderstätten weiter genutzt werden. Aber in diese kommt nur die Sole, die Kavernen werden neu hergestellt", stellte Ratsmitglied Udo Riechmann erstaunt fest.

Betriebsleiter Hans-Jo-achim Lange lud die Besucher zu einer Besichtigung der Anlage ein. Er erklärte, dass innerhalb von drei Stunden von Ein- auf Ausspeichern und umgekehrt umgestellt werden könne. In den Jahren 1998 bis 2001 sei untersucht worden, ob der altmärkische Salzstock überhaupt für das Lagern von Erdgas nutzbar sei. Das habe sich bestätigt. Im Jahr 2002 sei in einer Pilotkaverne der erste Brennstoff gespeichert worden, sagte er.

Hans-Joachim Lange ermöglichte nicht nur einen Blick in die Schaltzentrale, sondern auch in die Verdichterstation, in der der Druck des Erdgases von 50 auf 220 Bar verdichtet werde. Wenn der Brennstoff wieder angefordert werde, müsse er vorgewärmt werden, damit er beim Ausspeichern nicht gefriere.

"Die Kunden haben uns pro Jahr maximal vier Wochen Stillstand zugebilligt. Dann müssen sämtliche Wartungsarbeiten erfolgen", erklärte der Betriebsleiter.