Der Altmarkkreis hat mit einer Festveranstaltung den ehrenamtlich tätigen Bürgern der Region gedankt. Landrat Michael Ziche und Kreistagsvorsitzender Heinrich Schmauch vergaben Ehrungen.

Salzwedel l "Ohne Ehrenamt ist das Leben im Altmarkkreis unvorstellbar", sagte Michael Ziche. Der Kreis hatte zu einem Tag des Ehrenamtes in den neuen Saal der Kreis-Musikschule eingeladen. Vertreter von Vereinen, Gruppen und Kommunen kamen dazu zusammen. 23 Millionen Menschen in Deutschland seien ehrenamtlich tätig, zehntausende im Altmarkkreis Salzwedel berichtete der Landrat. "Und heute ist der Tag, um danke zu sagen", so Ziche.

Zum dritten Mal nach 2009 und 2010 veranstaltete der Kreis den Tag des Ehrenamtes. Dieses Mal sind Vereine ausgezeichnet worden, die das kulturelle Leben bereichern (siehe unten stehender Kasten). "Kunst und Kultur sind gerade jetzt wichtig, wo in der EU nur noch über Geld geredet wird", betonte der Landrat.

Zum ersten Mal ist die sogenannte Ehrengabe des Kreises verliehen worden. Erst im Oktober hatte Ziche diese Auszeichnung angeregt und in den Kreistag eingebracht. Im kommenden Jahr sollen weitere engagierte Bürger die Ehrengabe, die mit der kostenlosen Nutzung der Kulturstätten des Kreises verbunden ist, erhalten. Das Vorschlagsrecht haben die Bürgermeister der Gemeinden und Städte, erklärte Ziche.

Den Festvortrag hielt Edgar Lahmann vom Verein Junge Archäologen der Altmark. Er sprach über den Mehrwert des Ehrenamtes. In seinen Ausführungen ging er darauf ein, was ehrenamtlich Tätige für die Gesellschaft an Werten schaffen. "Wenn man wie Sie in Vereinen, Organisationen oder Gruppen tätig ist und sich zusammenfindet, denkt man sicher nicht daran, einen Mehrwert zu schaffen oder schaffen zu wollen. Nein, meistens macht man es, weil es Spaß bereitet, sich mit Gleichgesinnten zu treffen", sagte er.

Die Möglichkeit, im Ehrenamt an etwas zu arbeiten, gemeinsame Sachen zu gestalten sei etwas Schönes. "Dabei erreichen wir viele Menschen und schaffen auch materielle Werte", merkte er weiter an. Das sei der Moment, in dem der Mehrwert des Ehrenamtes ganz nebenbei entstehe.

"Ohne den Einsatz der Anwesenden, stellvertretend für die dahinter stehenden Ehrenamtlichen, wäre unsere Gesellschaft und hier ist es die Kulturlandschaft Altmark sehr viel ärmer", betonte der Festredner.

Freundschaften, Verbundenheit zur Heimat, gegenseitige Hilfe

Dennoch bringe die ehrenamtliche Tätigkeit nicht nur anderen etwas, sondern auch den Engagierten selbst: "Freundschaften, Verbundenheit zur Heimat, Gelegenheit, mit Menschen in guten und nicht so guten Zeiten zusammenzusein und sich gegenseitige Hilfe zukommen zu lassen, Festigung und Entwicklung der Persönlichkeit, was auch zu beruflichen Erfolgen und zur Zufriedenheit führt", zählte Lahmann auf.

Aufgelockert wurde der Festakt von Auftritten einiger Musikschüler, die die Gäste mit Gesang und klassischer Musik erfreuten. Anschließend gab es einen Imbiss und die Anwesenden plauderten noch eine Weile und tauschten Erfahrungen aus.

Einige nutzten auch die Gelegenheit, die frisch sanierte Musikschule, die gleichzeitig das Geburtshaus von Jenny Marx ist, zu besichtigen.

   

Bilder