Immekath l Eine "traurige" Aufgabe hatte Bürgermeister Matthias Mann am Mittwoch bei der Sitzung des Stadtrates in Immekath zu meistern. So geht Kämmereiamtsleiterin Bärbel Mücke Ende des Jahres in den "wohlverdienten" Ruhestand.

Sie habe einen "witzigen Geist" und einen "sprühenden Charme", berichtete Matthias Mann in seiner Laudatio und stellte fest: "Sie wird uns fehlen. Mit ihrem Abschied geht ganz viel Erfahrung verloren, die unersetzlich ist."

Wie der Bürgermeister erinnerte, trat Bärbel Mücke ihre Stelle in der Stadtkasse am 16. September 1985 an. Damals musste sie sich mit vier Kolleginnen ein Büro teilen. "Das war eine Zeit, in der die Fenster und Fußböden von den Mitarbeitern noch selbst gereinigt und Gardinen zum Waschen mit nach Hause genommen wurden", erinnerte Mann

Bärbel Mücke, so führte er weiter aus, "zeichnete sich durch einen großen Sachverstand und durch ein enormes Fingerspitzengefühl aus." Auch in anderen Funktionen habe sie glänzen können. So zum Beispiel, als sie 1995 das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters übernahm. Seinerzeit wurde sie auch zur Beamtin auf Lebenszeit ernannt. Und auch als stellvertretende Amtsleiterin in der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft Jeetze-Ohre-Drömling habe sie kompetente Arbeit geleistet.

Mit den zahlreichen Neuerungen im Laufe der Jahre sei sie bestens zurecht gekommen, seien es nun die Gebietsreformen, sei es die Einführung der elektronischen Datenverarbeitung, die Umstellung auf den Euro oder auf die doppelte Haushaltsführung. Und auch als mit der Einheitsgemeinde zwölf Etats "unter einen Hut" zu bringen waren, habe Bärbel Mücke die Ruhe und Übersicht gehalten. Trotzdem nahm sie nicht jede Änderung kritiklos hin. Matthias Mann lobte: "Du hast Akzente gesetzt, die auch künftig Maßstäbe sind."

Bärbel Mückte zeigte sich ob dieser netten Worte sichtlich gerührt. "Die Arbeit hat mir immer sehr viel Spaß gemacht", bekannte sie. Ursprünglich, so erzählte sie, arbeitete sie im Bankwesen. Durch eine Fortbildung qualifizierte sie sich in Finanzwirtschaft weiter. All dieses Wissen kam ihr bei Verhandlungen mit Kreditinstituten zu Hilfe.

"Ich hatte eine sehr schöne Zeit mit vielen schönen Stunden"

Bärbel Mücke bilanzierte: "Ich hatte ein sehr schöne Zeit mit vielen schönen Stunden." Sicher gab es auch schwierige Situationen, "aber ich habe mich immer wohl gefühlt. Und langweilig war es nie. Ich habe immer gedacht, ins Kino brauchst du gar nicht. Hier ist es viel spannender und lustiger."

Sie dankte allen, mit denen sie während ihrer Karriere die Wege kreuzte. "Ich bin fair behandelt und so genommen worden, wie ich bin". Ihre neu gewonnene Freizeit möchte sie vor allem zum Reisen nutzen. "Und ab und zu werde ich nochmal im Rathaus vorbeischauen", kündigte sie an.