Turbulent ging es am Donnerstagnachmittag auf dem Flur der Purnitzgrundschule zu. Rund 100 Mädchen und Jungen aus dem Hort warteten ungeduldig auf den Beginn ihrer Weihnachtsfeier.

Klötze l "Ein bisschen Überraschung ist doch immer noch dabei", sagte Hortleiterin Gerda Weber nachdem sie sich die blonde Gretel-Perücke mit dem langen Zopf abgenommen und das Kleid wieder gegen Hose und Pulli eingetauscht hat. Denn nachdem die Hortleiterin und ihre Kolleginnen das Stegreif-Märchen für die Kinder gespielt hatten, zogen sie ihre Kostüme gleich wieder aus. Sicher hätte spätestens Marén Arndt, die als bucklige Hexe mit Kopftuch agiert hatte, Protest eingelegt, weiter so herumlaufen zu müssen. Ohne zu proben, also aus dem Stegreif, hatten die Hortnerinnen das Märchen Hänsel und Gretel aufgeführt. "Wir verraten nicht was wir spielen werden. Aber an den Vorbereitungen für die Kulissen sind die Kinder ja beteiligt. Und als es hieß, ein Lebkuchenhaus zu basten, war ihnen natürlich sofort alles klar",erzählte Gerda Weber. Trotz aller Klarheit verfolgten die jungen Zuschauer das Spiel mit wahrem Enthusiasmus. "Jaaa" riefen die Mädchen und "Neiiiin" schrien die Jungen als Antwort auf Hänsels (Claudia Behrends) eingeschnappte Feststellung, dass Mädchen ja doch immer die vorbildlicheren wären.

Zuvor hatten die Schüler jeder Klassenstufe einen Beitrag zum Programm der Weihnachtsfeier geleistet. Von kleinen Tannenbäumchen, die noch viel vor haben, sangen die Schüler der Klasse 1a. Ein Gedicht von Weihnachtsnüssen trugen ihre Jahrgangskameraden aus der 1b vor. "Weck den Weihnachtsmann" sangen die Schüler der Klassen 2a und b so laut, dass der "dicke Alte" gar keine Chance zum Weiterschlafen hatte. Die Drittklässler spielten Musikstücke auf dem Keyboard und trugen ein Lied über das Geheimnis des Weihnachtskalenders vor.

Und schließlich sangen die Mädchen und Jungen der vierten Klassen ganz textsicher das Lied von Rudolf, dem Rentier. Allerdings nicht in Deutsch sondern in der Originalversion, in englischer Sprache.

   

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