Die Klötzer Bürgerinitiative "Ortsumgehung Brome" macht weiter Druck für einen schnellen Bau der entlastenden Straße. Doch in der Zwischenzeit wächst der Widerstand aus Brome selbst. Dort lehnen einige Betroffene die Trassenführung ab.

Klötze l "In Brome gibt es Gegenwind für die enge Süd-Variante der Trassenführung im Verlauf der B248", sagte Lothar Jährig von der Bürgerinitiative (BI) "Ortsumgehung Brome" gestern bei einem Volksstimme-Gespräch in Klötze. Zusammen mit Gisela Theuerkauf von der BI und dem Landtagsabgeordneten Jürgen Barth (SPD) informierte er über den neuesten Stand ihres Engagements für den Bau der Straße. Grund für den Unmut von Lothar Jährig ist eine Petition, die der Bromer Ernst Paasche in das Portal des Bundestags-Petitionsausschusses stellte. Er lehnt dort die sogenannte enge Süd-Variante für den Trassenverlauf der Umgehungsstraße ab. Das aber ist die Strecke, die vom Land Niedersachsen favorisiert wird und für die die Planungen laufen.

Doch Jürgen Barth gibt zunächst Entwarnung: "Mindestens 51000 Unterstützer müssen die Petition unterzeichnen, bevor sie überhaupt an den Ausschuss zur Bearbeitung weitergeleitet wird." Derzeit sind im Internet aber nur 117 Mitzeichner ersichtlich.

Dennoch wollen die Mitglieder der BI in die Offensive gehen. Zusammen mit der Bürgerinitiative "Ortsumgehung Brome jetzt" aus Niedersachsen haben sie eine Gegenpetition verfasst, die ab 6. Januar im Portal des Bundestagsausschusses zu lesen sein wird.

Dabei bauen die BI-Mitglieder auf die Unterstützung aus der Altmark und aus Niedersachsen. Wer der Klötzer BI helfen möchte, kann auf der Internetseite die Petition von Lothar Jährig und anderen mitzeichnen. Jürgen Barth hat sich auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Waltraud Wolff inzwischen erneut für die enge Südtrasse der Ortsumgehung stark gemacht.

Über die Planungen für den Bau der Umgehungsstraße informierte sich Lothar Jährig zudem beim zuständigen Straßenbauamt in Wolfenbüttel. "Dort sind die Planungen für die enge Süd-Variante vor einem Jahr angelaufen", berichtete Jährig. Bereits 2010 sei der Planungsentwurf in Auftrag gegeben worden, sagte der Klötzer. "Bis Mitte 2013 muss der Vorentwurf fertig sein, damit er zur Prüfung bei der niedersächsischen Landesregierung vorgelegt werden kann", nannte Lothar Jährig die nächsten Schritte. Doch er weiß auch: "Die Zeit drängt. Bis 2013 muss alles in Sack und Tüten sein, weil der Bundesverkehrswegeplan ausläuft."

Deshalb bleibt die BI am Ball. Sie will erreichen, dass die Ortsumgehung schnell gebaut wird und die zahllosen Lkw nicht länger ihre Gesundheit und ihre Häuser zerstören. Das wollen die Mitglieder am 16. Februar auch Landesverkehrsminister Thomas Webel deutlich machen. Er kommt auf Einladung von Jürgen Barth nach Klötze. Lothar Jährig und Gisela Theuerkauf fordern die Altmärker auf, ab 6. Januar ihre Petition zu unterstützen. Lothar Jährig: "Es regt sich was."

Zu erreichen ist die Internetseite des Petitionsausschusses unter der Adresse epetitionen.bundestag.de