Klötze l Dass die Jugend von heute mit flotten Sprüchen keine Probleme hat, bewiesen die Zehntklässler der Klötzer Sekundarschule. Für den Musikunterricht bekamen sie von ihren Lehrerinnen die Aufgabe, Satzgebilde in Reimform zu bringen. Hintergrund dieser etwas außergewöhnlichen Aufgabe war das Musikprojekt, das die Schülerinnen und Schüler am Freitag erlebten.

Projektunterricht ist immer anders, lockerer, als normaler Unterricht. Doch Rappen und Grooven stehen auch hier eher selten zur Wahl. "Das Projekt heißt \'Vom Beat zum Groove\', ist ein Angebot des Musikalischen Kompetenzzentrums Magdeburg und bildet für uns als Lehrer die Überleitung von der klassischen Musik zur modernen, zu der Musik, die unsere Schüler eigentlich hören", erklärte Musiklehrerin Andrea Behrend. Dass sie dabei bewusst sehr laut sprechen musste, um den vermeintlichen Krach im Raum zu übertönen, machte ihr nichts aus. Schließlich soll am Ende des Projektes eine CD mit selbst eingespielten Melodien und Gesang herauskommen. Und dafür wurde, aufgeteilt in zwei Gruppen, lautstark geübt. "Wir haben die Klassen bewusst gemischt, so dass A- und B-Klasse ihre Stärken miteinander ausgleichen können", fügte Behrend noch hinzu.

Währenddessen war die Tuba dicht umringt. Diesem beeindruckenden Blechblasinstrument Töne zu entlocken, stellte teilweise eine kleine Herausforderung dar. Etwas ruhiger klang es am Xylophon, und auch die Anschläge auf den Saiten der Gitarre oder das Streichen der Geigensaiten waren wesentlich leiser zu vernehmen.

Im Raum gegenüber probte die andere Gruppe, ihre selbstverfassten Sprüche in den richtigen Rhythmus zu bringen. "Im Vierer-Takt zu gehen, mit dem Fuß aufzustampfen und zu klatschen, damit haben wir heute morgen begonnen", erzählt Lehrerin Klaudia Falk. Dass die Mädchen und Jungen dabei am Anfang noch ganz zaghaft agiert haben sollen, ist um die Mittagszeit kaum noch zu spüren. Auch wenn das Sprechen ins Mikrofon sich noch erkennbar eigenartig anfühlte. Humorvoll oder zeitlich angepasst - Gedanken für die Texte hatten sich die Schüler viele gemacht. So schrieb Emma Wiegmann gut eine Woche vor Heiligabend: "Wunscherfüllung - leicht gemacht. Glücksgefühl sofort entfacht".

Geleitet wurde das Projekt von Jörg Ratai und Gören Eggert.

   

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