Der erste Bauabschnitt zur Sanierung der Wenzer Kirche ist abgeschlossen. Von den Neuerungen konnten sich die Besucher des Gottesdienstes am Heiligabend ein Bild machen. Nächstes Jahr kommt der zweite Bauabschnitt an die Reihe.

Wenze l Krankheitsbedingt konnte Pfarrer Bernd Schulz am vergangenen Sonnabend nicht am Gottesdienst in der Wenzer Kirche teilnehmen. Er wurde von der Zethlinger Gemeindepädagogin Birgit Molin vertreten. Doch natürlich macht er sich regelmäßig ein Bild von den Fortschritten der Gotteshaus-Sanierung und konnte plangemäß den Abschluss des ersten Bauabschnittes vermelden.

Ein Hauptaugenmerk der Firmen aus Salzwedel, Trippigleben und Klötze lag auf der Heizung. "Vorher gab es eine 80 Jahre alte Bankheizung. Die hat aber schon lange nicht mehr funktioniert. Jetzt haben wir eine moderne Heizung", freute sich Bernd Schulz im Gespräch mit der Volksstimme.

Überdies wurden die Schwellen im Bereich der Apsis und der Kirchensüdseite erneuert. Auch diese Maßnahme war dringend nötig.

Des Weiteren wurde sich des Fußbodens angenommen. Noch dazu wurden die Sitzbänke ausgetauscht und neu angeordnet.

Seinen besonderen Dank möchte Bernd Schulz den beteiligten Handwerkern aussprechen: "Sie haben gute Arbeit geleistet und waren sehr bemüht, den Termin zu halten. Ohne ihr Engagement wäre das nicht möglich gewesen."

Nun sind nur noch einige Rest-arbeiten auszuführen. Dies soll im Januar geschehen.

Außerdem erfreulich: "Die Finanzierung für den ersten Bauabschnitt steht." Etwas mehr als 20000 Euro müssen dafür laut Kalkulation aufgebracht werden. Die Mittel, so zählte Bernd Schulz auf, stammen vom Kirchenkreis Salzwedel, welcher der Kirchengemeinde ein zinsloses Darlehen billigte, der Stadt Klötze, aus der Gemeindekasse und vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF). Auch dieser Behörde ist Bernd Schulz sehr dankbar. Denn: "Nachdem ein weiterer Schaden festgestellt worden ist, haben sie nochmal einen Nachtrag gemacht."

Nächstes Jahr soll dann der zweite Bauabschnitt in Angriff genommen werden. Vorgesehen sind dann unter anderem die Sanierung des Kirchturms, der Einbau einer elektrischen Läuteanlage sowie die Umgestaltung des Gemeinderaums im Rahmen des Projekts "Kirche nah am Drömling". Dort sollen beispielsweise Ausstellungen und Lesungen stattfinden können. Erwartet werden Kosten in Höhe von etwa 130000 Euro. Bernd Schulz: "Wir hoffen, dass die beantragten Fördermittel für den zweiten Bauabschnitt alsbald bewilligt werden." Dafür ist man beim Leader-Programm und der Landeskirche vorstellig geworden.

Recht zufrieden ist Bernd Schulz übrigens auch mit den bisher eingegangenen Spenden. "20 Spender haben 1900 Euro beigesteuert. Das ist ein schönes Ergebnis." Nichtsdestotrotz bittet der Pfarrer noch um weitere Gelder aus privater Hand: "Es könnte ruhig noch mehr sein." Insbesondere hofft er auf finanzielle Gaben seitens der Vereine. Im Sinn hat Bernd Schulz diesbezüglich vor allem die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wenze.

"Sie lagern ja ihre Schläuche im Kirchturm. Das ganze Bauvorhaben ist also auch in ihrem Interesse."