Damit hatte keiner gerechnet: Mehr als 250 Zuschauer kamen am 11. Juni zum Kreisverkehr in Klötze, um die offizielle Einweihung der Eichen-Skulptur hautnah mitzuerleben. Damit hat die Stadt ein publikumswirksames Symbol, das alle 24 Ortsteile vereint.

Klötze l Nicht nur Klötzer, sondern auch Lockstedter, Kuseyer und Einwohner anderer Ortsteile waren bei der Einweihung dabei. Bernd Hesse, er hatte die Idee zu dieser Skulptur und spendete einen Großteil der finanziellen Aufwendungen, erinnerte in seiner Ansprache an das Entstehen der Eiche. Er sprach über die jahrelangen Diskussionen zur Gestaltung des Kreisverkehrs und erste Pläne von Dr. Wilfried Schielke, einen hölzernen Eichenstumpf, das Wappensymbol der Stadt, dort aufzustellen.

"Diese Idee wurde verworfen", sagte Bernd Hesse. "200-jährige Eichen sollten lieber im Wald stehen." Er brachte deshalb die Skulptur aus Stahl und Glas ins Spiel. Der Hohenlangenbecker Architekt Horst Jürgen Otto setzte Hesses Vorstellungen um. Das Kuseyer Metallbau-Unternehmen Nieder baute die Skulptur, die voller Symbolik steckt. "Die 24 Ortsteile finden sich in den Stahlplatten wieder", nannte Bernd Hesse ein Beispiel. Für Bürgermeister Matthias Mann war der Einweihungstag ein Feiertag. Von der Idee bis zur Realisierung seien nur wenige Monate vergangen. "Das wäre uns Politikern nie gelungen", sagte der Bürgermeister. Er habe sich gefreut, als Dr. Schielke und Bernd Hesse sich trafen und einen Kompromiss fanden. "Gelungen ist das Projekt, weil viele private Investoren mitgeholfen haben", zeigte sich Matthias Mann überzeugt. Er dankte im Namen des Stadtrates und der Bevölkerung für das Engagement. Er forderte die Einwohner der Stadt angesichts des neuen Symbols aus Eisen und Glas zum Zusammenrücken auf.

Auch Dr. Schielke war die Freude anzusehen. "Die Klötzer sind zwar Großmeister im Nörgeln. Aber jetzt hat die Stadt ein Symbol. Ich bin stolz auf die Skulptur", hob Schielke hervor. "Ich finde es schön. Unsere Stadt bekommt heute ihr Gesicht." Er erläuterte erneut seine Idee, Klötze zu einem Kneipp-Kurort zu entwickeln: "Wir sollten am Ball bleiben."

Im Anschluss gab es für alle Gäste ein kaltes Buffet.