Der Ausleber Ortsteil Ottleben bekommt ein neues Wohngebiet. Es wird "Waldblick" wie die anliegende Straße heißen. Es bietet vier bis fünf Eigenheimgrundstücken Platz. Eine Erschließung ist nicht erforderlich, weil Straße und Versorgungsleitungen vorhanden sind.

Ottleben l Es ist seit Jahrzehnten das erste neue Wohngebiet, das in Ottleben entsteht. "Wenn sich in den vergangenen Jahren jemand in Ottleben ein neues Haus gebaut hat, dann war das immer eine Lückenbebauung", sagt Bürgermeister Dietmar Schmidt, der sich darüber freut, dass er nun denjenigen, die in Ottleben ein Baugrundstück suchen, etwas anbieten kann.

Und Dietmar Schmidt freut sich zudem, dass die Gemeinde dieses Wohngebiet nicht erschließen muss. Zwar handelt es sich noch um eine Ackerfläche, doch wegen der günstigen Lage an der Straße "Waldblick" ist keine gesonderte Wohngebietsstraße erforderlich. Zudem liegen in der Straße "Waldblick" auch alle erforderlichen Versorgungsleitungen für Trink- und Abwasser sowie für Strom, da die gegenüberliegende Straßenseite seit langer Zeit bebaut ist.

Auch musste die Gemeinde ihren Flächennutzungsplan nicht ändern, da die besagte Fläche in diesem Plan bereits als "Bauerwartungsland" ausgewiesen ist. "Wir mussten die Fläche jetzt nur durch eine Überplanung zu einem Bauland entwickeln", wie der Bürgermeister sagt. Und das sei inzwischen passiert. So dass dort jetzt eingeschossige Wohnhäuser gebaut werden dürfen. Platz bietet diese Fläche vier bis fünf Grundstücken mit einer Größe von 550 bis 800 Quadratmetern.

Dass auch der Ortsteil Ottleben ein neues Wohngebiet bekommt, das hatte der Ausleber Gemeinderat schon lange Zeit auf seinem Wunschzettel. Auf dem stand aber auch, dass das Wohngebiet günstig gelegen sein muss, dass möglichst geringe oder gar keine Erschließungskosten erforderlich sind und dass es laut Flächennutzungsplan auch bebaut werden darf. Und als die Bodenverwertungs- und Verwaltungs GmbH (ehemals Treuhand) besagte Fläche an der Straße "Waldblick" zum Kauf angeboten hat, hat die Gemeinde zugeschlagen. Denn diese Fläche erfüllt genau die vom Gemeinderat vorgegebenen Kriterien. "Wie haben also im richtigen Moment den Anspruch für die Gemeinde angemeldet", sagt Dietmar Schmidt.

Wie der Bürgermeister weiter sagt, gibt es bereits den ersten Bauwilligen. "Weitere Interessenten können sich bei der Gemeinde Ausleben oder bei der Verbandsgemeinde Westliche Börde melden und einen Kaufantrag stellen", sagt Schmidt und bietet Interessenten zudem an, sich von ihm beraten zu lassen.