Sommerschenburg l Das gepflegte Kartenspiel war bereits im Mittelalter ein beliebter Zeitvertreib, insbesondere in Wirtshäusern. Im "Kulturjahr Sommerschenburg", das sich auf die hier im Mittelalter residierenden Pfalzgrafen beruft, haben die Veranstaltungsplaner daher gern auch ein Skatturnier ins Programm aufgenommen. Ausgespielt wird es am kommenden Sonnabend ab 15 Uhr, als Gastwirtschaft dient das Dorfgemeinschaftshaus in Sommerschenburg (Gneisenaustraße 31, ehemals Karl-Liebknecht-Straße).

"Das Skatturnier zum Dreikönigstag in Sommersdorf hat sich dank der Pionierarbeit des unvergessenen Gemeindemitglieds August Flügge längst als fester Bestandteil im Veranstaltungskalender unserer Gemeinde etabliert", erklärt Organisator Eckehart Beichler den Hintergrund. "Umso berechtigter war es, als die Anfrage aus Pottburger Seniorenkreisen kam, ob eine solche Aktion nicht auch einmal in Sommerschenburg stattfinden könnte." Im laufenden Kulturjahr habe sich das als geselliger und zugleich geschichtsbewusster Beitrag geradezu angeboten. Der in Sommersdorf ansässige Kreisvorstand der "AG 60 plus" entschied daher schon in seiner Frühjahrstagung: Das machen wir! Das Skatturnier ist offen für jedermann, wie Beichler betont: "Diese Einladung gilt sowohl auf Dorf- und Gemeindeebene als auch für alle an Sommerschenburg interessierten Einwohner der Region. Und nicht nur die Seniorenjahrgänge, für die die AG 60 plus steht, werden zur Teilnahme aufgefordert, auch alle anderen Altersgruppen beiderlei Geschlechts."

Wer schließlich am besten reizt und sticht, seine Trümpfe gekonnt ausspielt und wem das nötige Kartenglück hold ist, der darf sich am Ende des Nachmittags über den Pfalzgrafen-Pokal freuen, der als Siegertrophäe ausgeschrieben ist. "Und nicht minder geschichtsorientiert, wie sich das Grundkonzept der Veranstaltung darbietet, wird das Turnier bewusst auch mit dem Altenburger Blatt ausgetragen", kündigt Beichler an. "Sozusagen als klare Referenz an mittelalterliche Zeiten." Soll heißen: Es gelten nicht Kreuz, Pik, Herz und Karo, sondern Eichel, Grün, Herz und Schellen; statt Dame und Bube zückt man Ober und Unter. "Eigentlich kennen die meisten ja dieses deutsche Blatt gut genug", so Beichler, "wer aber eher an das heutzutage weiterverbreitete französische Blatt gewöhnt ist, mit diesen alten Karten und Spielfarben Schwierigkeiten hat, der sei beruhigt: Man gewöhnt sich ganz schnell an sie!" Einige der alteingesessenen Skatfüchse schwörten sowieso auf sie.

Den sechs Besten winken geschichtsträchtige Jubiläumsurkunden, außerdem nahrhafte, deftige Preise, wie sie die Teilnehmer der Dreikönigs-Skatturniere seit Jahren gewöhnt sind. "Schon jetzt gilt allen Helfern ein großes Dankeschön", sagt Eckhart Beichler, "den ortsansässigen Unterstützern aus dem Pottburger Heimatverein und in besonderem Maße natürlich denen, die seit August Flügges Zeiten als bewährte Fachkräfte zugefasst haben und auch diesmal unverzichtbar sind, allen voran Familie Grund aus Sommersdorf und natürlich Otto Herms-Knake mit seinen Leuten von der Skatfront."

Anmeldungen bei Eckehart Beichler, Telefon: (03 94 02)909 22, oder bei Otto Herms-Knake: (03 90 56)338