Weit mehr als 600 Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden auch im bevorstehenden Schuljahr an der Oschersleber Musikschule "Kurt Masur" eine Instrumental- oder Gesangs-Ausbildung nehmen. Derzeit wird alles vorbereitet. Geplant sind für das neue Ausbildungsjahr auch wieder einige Konzerte.

Oschersleben l Es ist ungewohnt ruhig im Haus Nummer 1 der Halberstädter Straße in Oschersleben. Niemand spielt Posaune, niemand singt, niemand trommelt, niemand gibt den Takt vor, niemand zieht die Register der Orgel. Wo ansonsten mittendrin und auch an allen Ecken und Enden Töne, Rhythmen und Melodien durch die Luft schwirren, da ist Stille. Ferienstille, von der die Musikschule "Kurt Masur" noch beherrscht wird.

Doch ist es eine Ruhe vor dem Sturm, für den vom 2. September an wieder mehr als 600 Musikschüler sorgen werden. Für die Schulleiter Bernd Hohmann, seine Kollegin Brigitte Uhde und Schulsekretärin Ramona Winter derzeit alles vorbereiten. Sie stellen Pläne auf, schreiben Briefe, nehmen weitere Anmeldungen entgegen, schreiben Rechnungen und erledigen noch allerhand weitere Dinge.

Bernd Hohmann nimmt sein zweites Schuljahr als Leiter der Musikschule mit Rückenwind in Angriff. "Das vergangene Schuljahr war wieder sehr erfolgreich", wie Hohmann sagt. Und damit meint er nicht nur die Tatsache, dass die Zahl der Musikschüler ständig steigt, obwohl im Landkreis die Zahl der Kinder und Jugendlichen von Jahrgang zu Jahrgang sinkt. Hohmann meint zudem, dass auch im Schuljahr 2012/2013 wieder etliche seiner Schüler sehr erfolgreich an Musikwettbewerben teilgenommen haben, dass sich die Schule mit mehr als 120 Auftritten bei diversen Veranstaltungen abermals sehr erfolgreich in der Öffentlichkeit präsentiert hat und auch, dass sich in den zurückliegenden Jahren neue Musikschul-Ensemble gebildet und sich gut entwickelt haben.

"Wir haben jetzt neben dem Akkordeonorchester beispielsweise ein Gitarrenensemble, eine Pop-Band und zwei Rock-Bands sowie seit dem vergangenen Schuljahr auch einen Kinderchor und eine Big-Band", so Bernd Hohmann. Und im neuen Schuljahr arbeitet die Musikschule ganz eng mit einer Orchesterklasse zusammen, die es nun im Oschersleber Gymnasium geben wird.

Unverändert ist hingegen, dass die Zupfinstrumente, allen voran die Gitarre, am gefragtesten sind. Es folgen die Tasteninstrumente, also Klavier, Akkordeon und Orgel. Aber auch bei den Blasinstrumenten, der Gesangsausbildung, den Streichern oder bei Schlagzeug, E-Gitarre und Bass steigt die Nachfrage. "Am Ende des vergangenen Schuljahres hatten wir etwa 300 Namen auf der Warteliste", so der Musikschulleiter.

Inzwischen ist diese Liste so gut wie leer, weil fast alle Wünsche in Vorbereitung des neues Schuljahres erfüllt werden konnten. "Wir nehmen auch weitere Anmeldungen an und versuchen, sie zu berücksichtigen", sagt Bernd Hohmann, der die mehr als 600 Musikschüler gemeinsam mit seinen 10 hauptberuflichen und 20 freiberuflichen Musiklehrern im Einzel-, Partner- oder Gruppenunterricht ausbildet. Und dieser Unterricht findet nicht nur im Oschersleber Hauptgebäude statt. "Wir haben außerdem zahlreiche Außenstellen", wie der Schulleiter sagt. So wird beispielsweise auch in Wanzleben, Gröningen, Osterweddingen, Völpke, Altenweddingen, Ausleben und Harbke unterrichtet.

Und auch die öffentlichen Konzerte, die die Schüler im Laufe eines Schuljahres geben, finden nicht alle in den eigenen vier Wänden statt. So geben die jüngeren Schüler im Herbst in Wanzleben ihr Können zum Besten und die älteren Schüler im Frühjahr im Oschersleber Gymnasium. Während die besten Musikschüler abermals kurz vor Schuljahresende in den Saal der Musikschule einladen und dort ein öffentliches Konzert geben werden.

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