Wulferstedt l Um 11.30 Uhr ist die Feuerwehr am Sonnabend gerufen worden. Von einem Wulferstedter Hausbesitzer in der Straße "Dorfmitte". Der hatte in Fugen seiner Scheune, die unmittelbar neben seinem Wohngebäude steht, den Putz bröckeln sehen. Die Fugen wurden zusehends größer und größer, der Grundstücksbesitzer hatte Angst, dass gleich alles einstürzt.

Das hat auch der Westliche-Börde-Gemeindewehrleiter Christian Marquardt sofort befürchtet, als er vor Ort war. Zumal sich in der Scheune die Ölheizung des Grundstücks befindet und ein Einsturz der Mauern schlimme Folgen hätte haben können. "Es war Gefahr im Verzug", so Marquardt, der deshalb nicht nur die Straße gesperrt, sondern neben der Wulferstedter Wehr auch sofort die Ausleber Feuerwehr alarmiert und zudem umgehend das Technische Hilfswerk (THW) aus Oschersleben um Unterstützung gebeten hat. Denn das THW hat die Technik und Materialien, solch ein einsturzgefährdetes Gebäude zu sichern. "Dieses System ist ein Patent des Technischen Hilfswerks", so der Oschersleber THW-Ortsbeauftragte Steffen Bornemann, der mit vier seiner Leute und mit einer Unmenge von großen und kleinen Holzbalken sowie Brettern und Keilen angefahren kam. Gemeinsam mit den Feuerwehrleuten sind diese Balken, Bretter und Keile an die Hauswald geschraubt und auf dem Gehweg sowie auf der Straße verankert worden. "Da ist jetzt stabil", sagt Steffen Bornemann.

"Nun muss der Grundstücksbesitzer die Scheune entweder abreißen und sein Wohnhaus sichern oder aber alles von einer Baufirma sanieren lassen. Das muss schnell passieren, damit die jetzt gesperrte Straße wieder freigegeben werden kann", so Marquardt.