50 Jahre Frauengruppe der Feuerwehr Badeleben - das betrachten die Mitglieder mit Stolz als ein denkwürdiges Jubiläum. Voriges Wochenende ist das in der Villa gefeiert worden - ein einzigartiger Anlass in der Region.

Badeleben l "Das ist schon eine Besonderheit", befand Cornelia Guradt-Papendieck, "denn die Frauengruppe besteht seit 50 Jahren, genauer gesagt seit dem 1. August 1963, ununterbrochen. Damit dürften wir eine Ausnahmestellung unter den Feuerwehren einnehmen."

Ein Ende ist nicht in Sicht. Trotz des allerorten beklagten Mitgliederschwunds und der Umwälzungen im Feuerwehrwesen erfreut sich die Badeleber Damenabteilung nach wie vor regen Zuspruchs. "Der Gruppe gehören derzeit elf aktive und acht passive Mitglieder an", erklärte die aktuelle Leiterin, Janine Fischer, beim Jubiläumsempfang in der Badeleber Villa. In gemütlicher Runde wurde hier gebührend gefeiert - zusammen mit den männlichen Kollegen und zur besonderen Freude aller auch mit einigen Gründungs- pionieren und Wegbegleitern, die es sich nicht nehmen ließen, gemeinsam anzustoßen und in Erinnerungen zu schwelgen.

Cornelia Guradt-Papendieck hatte für diesen Anlass ein wenig in der Geschichte geforscht und skizzierte die Entwicklung und Aufgaben aus fünf Dekaden nach. Ihr Fazit: "Es hat sich einiges, aber auch nicht allzu viel verändert." Gehörten damals auch Brandschutzkontrollen in Wohnstätten und Betrieben sowie Erste-Hilfe-Lehrgänge zu den Dienstpflichten der Frauengruppe, verlagerte sich dieser feuerwehrtechnische Bereich mit der Zeit mehr ins Organisatorische und in die Aus- und Weiterbildung jüngerer Kameradinnen. Was heute im Vergleich zu früher - und das Bedauern darüber dürfte sich in Grenzen halten - gar nicht mehr auf dem Plan steht, ist die Pflege von Rüben. "Ja, auch Einsatz auf dem Acker war damals angesagt", erinnern sich Anneliese Diesing und Gisela Buchheiser, die der Gruppe von Anfang an bis heute durch- gehend treu geblieben sind.

Zu allen Zeiten waren die Frauen eine treibende Kraft, wenn es um gesellige Abende, die Verpflegung bei öffent- lichen Anlässen oder gemeinsame Ausflüge ging. "Das hat sich nie geändert", betonte Guradt-Papendieck und fügte an: "Außerdem bestehen heutige Aufgaben neben der Organisation von Feiern und Feuerwehrveranstaltungen auch in der Reinigung und Pflege unserer Räumlichkeiten und dem Umfeld des Gerätehauses." Ortswehrleiter Jörg Fischer möchte die Unterstützung der Damen nicht missen: "Sie gehören einfach dazu und sind uns nach wie vor bei allem eine große Hilfe", zollte er in seinem Grußwort Respekt.

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