Zur Weihnachtszeit schmücken viele Leute ihre Häuser mit Lichtern und ausgefallener Dekoration. In dieser Woche stellen wir Grundstücke mit prächtigem Weihnachtsschmuck vor. Heute von Familie Kaatz/Herrmann aus Wulferstedt.

Wulferstedt l Morgens um halb sechs flackern sie nach und nach auf. Weiße, gelbe und blaue Lichterpunkte erleuchten dann am Ortseingang von Wulferstedt für zwei Stunden die noch verschlafene Neue Reihe, in der das Haus von Familie Kaatz/Herrmann steht. Nachmittags ab halb fünf können Vorbeifahrende den festlich dekorierten Vorgarten bis in die Abendstunden ein weiteres Mal bestaunen.

"Wir machen das, weil wir Weihnachtstypen sind", sagt Iris Kaatz, die zusammen mit Tochter Sandra Herrmann und Enkelin Lena in dem mit Lichterketten gesäumten Haus wohnt. Seit acht Jahren schmücken die drei ihre Fenster, Büsche im Vorgarten und den Eingangsbereich zur Adventszeit. "Schon bei meinen Eltern war das so", erinnert sich die Wulferstedterin. "Mein Vater hat seinen Weihnachtskram gehegt und gepflegt."

"Mir macht das Spaß, ich möchte das auch nicht missen."

Sandra Herrmann

Und diese Leidenschaft hat sich auch an Tochter Sandra "vererbt". "Mir macht das Spaß, ich möchte das auch nicht missen", sagt sie. Einen Tag etwa benötigt die junge Frau, um alle Figuren und Lichterketten aus den Kartons zu packen, anzubringen und zu testen, ob alles noch funktioniert. Drei Zeitschaltuhren steuern die Brenndauer der Lichter am frühen Morgen sowie auch abends automatisch. Wichtig ist den Frauen, dass ihre Weihnachtsdeko nicht zu überladen wirkt. "Platz hätten wir noch genug, aber es soll alles noch schön bleiben", erklärt Mutter Iris Kaatz.

"Es sind auch zwei Sachen dabei, die über Solarstrom laufen, sodass es von den Kosten her noch erschwinglich ist", so das Familienoberhaupt weiter.

Für ihre bunten Lichterschnüre hat die Familie inzwischen etwa 300 Euro ausgegeben. "Die sind preisintensiv, denn man muss auch darauf achten, dass alles TÜV-geprüft ist", fügt Iris Kaatz hinzu. Die hunderten kleinen Lämpchen dürfen auch nach stundenlanger Brenndauer nicht zu heiß werden, um eine Brandgefahr auszuschließen.

Im nächsten Jahr soll die Lichtersammlung von Familie Kaatz/Herrmann noch um einen leuch- tenden Rentierschlitten erweitert werden.