Wolmirstedt (cl) l Beim nächsten Medizinischen Sonntag werden Fragen von Sehstörungen diskutiert, die durch die Erkrankung des sogenannten Gelben Fleckes entstehen. Als Experte spricht Dr. Markus Motschmann, Chefarzt der Augenklinik des Sana Ohre-Klinikums, am Sonntag, 6. November, ab 10 Uhr im Katharinensaal auf der Schlossdomäne.

Der gelbe Fleck ist die Stelle des schärfsten Sehens in der Netzhautmitte. Der Fachmann spricht hier von einer Maculadegeneration. Hierbei werden zwei Formen unterschieden: Die trockene und die feuchte Ausprägung. Beiden gemeinsam ist der Verlust der Lesefähigkeit. Der Betroffene nimmt im Zentrum des Sehfeldes nur noch einen schwarzen Fleck wahr, während das umgebende Gesichtsfeld erhalten bleibt. Bei der "trockenen" Verlaufsform kommt diese Sehstörung durch Rückbildung der zentralen Sinneszellen oder durch Ablagerung von Stoffwechselprodukten in der Netzhaut zustande. Die "feuchte" Form entsteht, wenn durch Flüssigkeitsausstrom neugebildeter minderwertiger Blutgefäße die Netzhautmitte abgehoben wird.

Wer gerade Linien gekrümmt sieht, sollte zum Arzt gehen

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei der Behandlung dieser Sehstörungen? Gibt es Medikamente, die die Verlaufsform günstig beeinflussen können? Kann die Neubildung schädlicher Blutgefäße wirksam unterdrückt werden? Was sind die ersten Anzeichen klinischer Maculadegeneration? Dies sind Verzerrungen im zentralen Gesichtsfeld, und es werden gerade Linien plötzlich gekrümmt wahrgenommen. In solchen Fällen sollte immer ein Augenarzt aufgesucht werden, um einen möglichen Krankheitsbeginn bereits im Frühstadium zu erkennen.

Die Moderation übernehmen Jutta Rosenbach und Dr. Kurt Puschmann. Der Eintritt ist frei.