Über ein ganz besonderes Geschenk freut sich die Kita "Kinderland" in Groß Santersleben. Drei Tage vor dem Fest wurde der Um- und Erweiterungsbau feierlich übergeben - mit Ehrengästen, Eltern, Kindern und dem Weihnachtsmann.

GroßSantersleben l Es ist vollbracht! Nach einer gut halbjährigen Bauphase konnte am vergangenen Mittwoch, der Um- und Erweiterungsbau der Kita "Kinderland" in Groß Santersleben feierlich übergeben werden. Kreisdezernent Klaus Hoevt übergab die offizielle Betriebserlaubnis an Gemeindebürgermeisterin Steffi Trittel und Ortsbürgermeister Andy Zacke. Danach können ab dem 2. Januar im "Kinderland" insgesamt 64 Kinder betreut werden, davon 35 Kinder im Alter von null bis drei Jahren. Das sind 15 Krippenkinder mehr als vor dem Umbau.

In seiner Festrede erinnerte Andy Zacke an die Jahre langen Bemühungen der Ortschaft und von Kita-Leiterin Marlies Böttcher, die Voraussetzungen und die Kapazitäten der Kinderbetreuung in Groß Santersleben zu verbessern. "Wir haben ständig an der Kapazitätsgrenze gearbeitet und konnten die Nachfrage nach Betreuungsplätzen im Dorf über Jahre nicht zufrieden stellen. Nach der Überwindung vieler Hindernisse ist es uns nun gelungen, diese lang ersehnte Maßnahme abzuschließen", betonte der Ortsbürgermeister, bevor er zusammen mit Marlies Böttcher eine Pfefferkuchenvariante der erweiterten Kita enthüllte.

Zacke dankte ausdrücklich der Einheitsgemeinde Hohe Börde, die 2010 mit ihrer Zusage die Finanzierungslücke für das komplette Bauvorhaben geschlossen hatte. "Damit konnte das erste größere Investitionsprojekt der Einheitsgemeinde angeschoben werden und die bereits in Aussicht gestellten Fördermittel des Bundeprogramms zum Krippenausbau gesichert werden. Der heutige Tag zeigt auch, mit der Einheitsgemeinde Hohe Börde geht es voran", würdigte Zacke.

Die Gesamtkosten für den Um- Erweiterungsbau belaufen sich auf 377500 Euro. 98300 Euro flossen aus dem Bundesprogramm, 279200 Euro haben die Ortschaft Groß Santersleben aus Rücklagen und die Gemeinde Hohe Börde aus Eigenmitteln finanziert.

Der Neu-Anbau verbindet die vor dem Baustart bereits vorhandenen beiden Kita-Gebäude miteinander. Von hier aus sind sämtliche Kita-Bereiche über einen zentralen Eingang erreichbar. Der neue Zwischenbau umfasst im Eingangsbereich neben einem kleinen Windfang das neue Büro der Kita-Leiterin und mündet in einen 50 Quadratmeter großen Mehrzweck- und Bewegungsraum. Daran schließen sich ein Kreativraum und der Trakt für die Betreuung der Krippenkinder mit separatem Waschraum, Schlafraum und Gruppenraum an. Von der Südseite (Spielplatzseite) aus wurde eine behindertengerechte Rollrampe errichtet.

Neben der Erweiterung des Krippenbereiches würdigte Kita-Leiterin Marlies Böttcher vor allem den neuen Bewegungsraum, mit dem sich die Möglichkeiten der sportlichen und körperlichen Betätigung erheblich erhöhen - gerade bei schlechtem Wetter.

Die Kita-Knirpse bedankten sich zum Einweihungsfest mit einem zauberhaften Weihnachtsprogramm. Dann belohnte der Weihnachtsmann die Kleinen, die Großen beäugten neugierig die neuen Räume, die durch viel Licht und bunte Farben geprägt sind.