Die Seehäuser werden im nächsten Jahr auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Nach den Bauarbeiten am neuen Kreisel wird nun im Frühjahr an der Ortsdurchfahrt weiter gebaut. Es ist die größte Baustelle in der Einheitsgemeinde 2012.

Seehausen l Sobald das Wetter wieder offen und nicht mehr mit frostigen Temperaturen zu rechnen ist, soll die B246a in Seehausen saniert werden. Zwei Abschnitte werden erneuert - die B 246a zwischen der Hydraulik und der Tankstelle sowie das Stück innerorts auf der Ringstraße Richtung Gartenstraße. Beide Maßnahmen werden getrennt voneinander und nicht gleichzeitig ausgebaut. "Beide Strecken sollen aber 2012 ausgebaut werden. Mit welchem Teilstück der Baubetrieb anfangen wird, ist noch unklar", sagte Bauamtsleiter Olaf Küpper kürzlich auf Nachfrage. Klar hingegen ist, dass es während der Maßnahme für Anlieger und Anwohner eine Behelfsstrecke entlang der Hydraulik geben wird. "So bleibt die Tankstelle, der Friedhof sowie die Zufahrten zu den anliegenden Gewerbetreibenden weiterhin erreichbar", sagte Küpper. Die Behelfsstrecke soll eine Bitumenschicht erhalten. "Ob wir den Verkehr hier über eine Ampel jeweils einspurig regeln oder sich die Autofahrer in Schrittgeschwindigkeit entgegen kommen, muss noch entschieden werden." Die Variante der provisorischen Fahrbahngestaltung könne hier aufgrund der durch die Baumfällungen entstandenen Freifläche geschaffen werden.

Der Seehäuser Gewerbetreibende Kurt-Joachim Hartleib hatte bereits Anfang des Jahres im Rahmen einer Bürgerfragerunde darum gebeten, dass die Idee jener Anliegerverbindung zwischen Zufahrt Hydraulik und der Tankstelle, die von seinem Sohn Mathias Hartleib betrieben wird, sogleich mit Beginn der Baumaßnahme eröffnet werden sollte.

"Schließlich hat uns die letzte Vollsperrung 2010 wegen des Kreisverkehrs-Neubaus mit ihrer großräumigen Umleitung rund um Seehausen nicht nur sehr viel Geld gekostet, sondern auch Arbeitsplätze", hatte der Autohausbesitzer damals zu bedenken gegeben.

Insgesamt investiert der Landesbaubetrieb (LBB), die Kommune sowie der Trink- und Abwasserverband Börde (TAV) rund eine Million Euro in den weiteren B 246a-Ausbau. Eine Umleitung innerhalb der Ortschaft ist für den Zeitraum der Arbeiten über die L 77 Am See vorgesehen. "Hier müssen, noch bevor an der B246a die Maßnahme beginnen kann, noch einige Flickarbeiten verrichtet werden", berichtet der Amtsleiter. Sobald die Bundesstraße wieder für den Verkehr freigegeben werden kann, soll die L 77 eine neue Schwarzdecke bekommen, so Küpper.

Die Kosten hierfür sollen sich im fünfstelligen Bereich bewegen. Eine konkrete Summe konnte der Verwaltungsmitarbeiter aber nicht nennen.