Der Eilsleber Nikolausmarkt ist inzwischen zu einer schönen Tradition geworden. Das zeigte am Sonntag der große Zuspruch, der schon bei der Eröffnung auf dem Schulplatz am Vormittag nicht zu übersehen war.

Eilsleben l Die beiden Kindertagesstätten "Allertaler Sonnenkäfer" und "Arche Noah" sowie die Grundschule "Globus" legten sich bei ihren Auftritten zur Begrüßung der Gäste mächtig ins Zeug. Die Grundschüler, die mit einem Tanz bei Flockenwirbel und fester Schneedecke die Besucher erfreuten, mussten ihr Programm allerdings vorzeitig beenden, weil die CD mit der Begleitmusik vermutlich ein Opfer der Minustemperaturen geworden war. Das "Rentier Rudolph" - ein Kinderweihnachtslied - war ins Stolpern gekommen, aber die Kinder nahmen es leicht.

Als dann der Nikolaus aus Seehausen den Weg nach Eilsleben gefunden hatte, schieden sich die Geister. Die einen sagten froh ein Gedicht auf, andere suchten respektvoll Schutz hinter Mutters Rücken. Das trug auch zur insgesamt guten Stimmung bei. Je enger es am Nachmittag auf dem Schulplatz wurde, desto mehr kam eine familiäre Gemütlichkeit auf. Endlich traf man wieder einmal alte Bekannte, tauschte Erinnerungen oder Neuigkeiten aus, scherzte oder schimpfte.

Die vier Bläser aus Halle, die sich in Anlehnung an historische Gepflogenheiten "Pfeiferstuhl Musik" nennen, trotzten der Kälte und lieferten mit weihnachtlichen Klängen den entsprechenden musikalischen Rahmen. Noch mehr für die Sinne wurde im alten Hospital oder auf dem Hofbasar des benachbarten Tischlereimuseums geboten. Zum Beispiel mit dem Märchenspiel im Luthersaal, dem Chorkonzert in St. Lorenz oder der Eilsleber Bläsergruppe.

Kein Nikolausmarkt ohne Glühwein und Bratwurst. Und so hatten sich mit diesen beiden Grundnahrungsmitteln eines winterlichen Marktes die von Vereinen betriebenen Buden und Stände reichlich eingedeckt. Für manches Vereinsmitglied wurde der Nikolausmarkt zu einem anstrengenden Arbeitstag.

 

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