Meierbusch (rfr) l Der Meseberger Ortsteil Meierbusch verfügt, was Naturnähe betriff, schon über eine ziemlich exklusive Lage. Eine Handvoll Häuser, eine Zufahrtsstraße - wegen ihrer Widmung als Sackgasse für den Durchgangsverkehr uninteressant - und viel Gegend sorgen dafür, dass sich am Rande der Wische nicht nur Fuchs und Hase gute Nacht sagen, sondern dort auch andere Tiere relativ ungestört leben können. So wie vor der Haustür von Herbert Moczko, wo neben normalen Vogelhäuschen und Fledermausbehausungen auch zwei Eulenkästen an den benachbarten Eichen hängen.

Den zweiten und deutlich größeren Eulenkasten hat Moczko erst im vergangen Jahr in luftiger Höhe angebracht. Den Winter über wurde die Behausung auch von einem Waldkauz genutzt.

Dass der Greif in dem XXL-Haus eine Familie gründen könnte, wussten in diesen Tagen allerdings Kleiber zu verhindern. Die mauerten die zehn Zentimeter große Öffnung, die der großen Konkurrenz ungehinderten Eintritt in die Vogel-Immobilie verschafft hatte, vermutlich mit einem Lehmgemisch kurzerhand zu. Und ließen nur ein etwas zwei Zentimeter großes Loch, durch das sie sich selbst zwängen können. Was momentan auch alle paar Minuten geschieht, um den frisch geschlüpften und offenbar sehr hungrigen Nachwuchs mit Nahrung zu versorgen, die das Kleiberpärchen im Umfeld findet.