Iden l Besuch erhielten gestern die Verantwortlichen des Idener Standortes der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (LLFG): Ein SPD-Tross mit Landesvorsitzender Katrin Budde an der Spitze erfuhr von Leiter Gerd Heckenberger, dass die Einrichtung Investitionen dringend nötig hat. Und die Sozialdemokraten versprachen das Vorhaben, das insgesamt ein finanzielles Volumen von etwa 8,5 Millionen Euro besitzt, zu unterstützen. Das Idener Zentrum für Tierhaltung und Technik, zu dessen grundlegenden Aufgaben unter anderem die überbetriebliche Ausbildung, die Fort- und Weiterbildung und die Praxisversuche auf dem Gebiet der Landwirtschaft zählen, möchte sich weiterentwickeln.

Arbeitskreis Finanzen soll sich ein Bild machen

Um den Tierschutzgedanken zu verinnerlichen, wollen die Verantwortlichen ihren Milchkühen und Sauen modernere Räumlichkeiten bieten. Die Gebäudesubstanz der Milchviehhaltung stammt aus dem Jahr 1965, machte Heckenberger in der Runde deutlich. Wie die Gäste - neben Budde waren auch Wahlkreisabgeordneter Ralf Bergmann und Jürgen Barth, Sprecher für Landwirtschaft der SPD-Landesfraktion, anwesend - erfuhren, sind auch bei der Schweinehaltung "gravierende Änderungen erforderlich. Wir müssen über neue Haltungsssysteme nachdenken." Die Tiere müssten ihr Verhalten "mehr ausleben" dürfen; mehr Platz soll geschaffen werden. Die Modernisierung der Stätte für die Sauenhaltung ist mit 1,9 Millionen Euro kalkuliert. Der Ersatzneubau der Milchviehanlage würde mit 6,5 Millionen Euro zu Buche schlagen. Zum Idener Standort zählen über 400 Milchkühe. Und auf diese ist die Landesanstalt um Präsident Falko Holz, der die Gäste gestern Vormittag begrüßte, besonders stolz. Von einem "sehr hohen Leistungsniveau" in diesem Sektor sprach Heckenberger. Im Durchschnitt liefert jede Kuh 11000 Kilogramm Milch pro Jahr.

Der Landtagsbeschluss, Iden als Kompetenzzentrum für eine art- und umweltgerechte Nutztierhaltung weiterzuentwickeln, "war eine wertvolle Entscheidung". Nun hoffen die Verantwortlichen mit den geplanten Investitionen einen weiteren Schritt in die Zukunft machen zu können. "2014 möchten wir in Planung gehen", sagt Heckenberger zum gemeinsam erklärten Ziel.

Die Sozialdemokraten konnten sie von ihren Vorhaben überzeugen. Ralf Bergmann, Umweltpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, regte an, mit dem Arbeitskreis Finanzen der Einrichtung einen Besuch abzustatten, um die Investitionen, für die auch Fördermittel des Bundes generiert werden könnten, nochmals unter die Lupe zu nehmen. Im Anschluss an die Gesprächsrunde fand eine Besichtigungstour statt.