Auftakt in die neue Saison: Der Storbecker Wiesenflohmarkt lockte Händler und Besucher. Auf rund 25000 Quadratmeter Fläche wurde nach Herzenslust gestöbert.

Storbeck l Der Start in die Freiluftsaison 2013 für Fred Krügers Flohmärkte begann am Sonnabend mit zweitägigem Trödeln auf der Wiese am Storbecker Dorfrand. Beim Wettergott hatte der Marktbetreiber einen Riesenbonus; am ersten Tag hatten 68 Händler ihre Stände aufgebaut, und am Sonntag kamen 75 Trödler mit ihrem Tand und Tinnef. Es waren aber auch neuwertige, wenn auch etwas aus der Mode gekommene Waren darunter. Viele Händler waren von weiter her gekommen, zum Beispiel von der Ostseeküste, aus Niedersachsen, Sachsen, aus der Prignitz und aus Polen.

Auf 25000 Quadratmeter Fläche konnten sie sich ausbreiten, bei Bedarf hätte Fred Krüger die Fläche auch erweitern können. Am Sonnabend vermisste er einige Stammhändler aus dem Genthiner und Jerichower Raum. "Aber heute ist auch in Fischbeck großer Trödelmarkt, und da sind sie sicher dort. Ich rechne damit, dass sie morgen zu mir kommen." Diese Rechnung ging nicht ganz auf, obwohl ein Zuwachs an Anbietern und Besuchern zu verzeichnen war.

Der Sonntag war für beide Seiten erfolgreicher. Die Besucher strömten herbei, stöberten und kauften, die Händler machen guten Umsatz. Krüger kaufte von einem Besucher mehrere Werkzeuge, um sie weiter zu veräußern.

Komplette Jahrgänge des "Magazins"

Er hatte sich auch schon auf die Hochseeangelsaison eingestellt und dafür notwendiges Gerät ausgebreitet - von den Haken und Schnüren bis zum Ortungsgerät von Fischschwärmen. Seine polnischen Kollegen hatten sich ebenfalls auf die Sportfischerei eingerichtet, aber daneben diverses Werkzeug, Käse und Wurst sowie Süßwaren im Angebot. Petra Reh aus Osterburg hatte neben vielem Trödel auch manches Ausgefallene mitgebracht wie mehrere komplette Jahrgänge der Zeitschrift "Das Magazin", zu DDR-Zeiten Bückware im Zeitschriften- und Buchhandel. Sie war zum zweiten Mal in Storbeck, hatte ihren Stand aber auch schon in Büttnershof und Vielbaum aufgebaut. An anderen Ständen sah man neben guten Second-Hand-Artikeln auch richtigen Schrott, der mal gerade den Altmetallpreis wert war.

Jemand verkaufte säckeweise altes Brot und Brötchen. Ein Blumen- und Pflanzenhändler war im Nu seine Tomatenpflanzen los. Dagegen waren Uniformen und Ausrüstungsteile der NVA und der Sowjetarmee in Storbeck keine Renner mehr. Hungrige Besucher fanden mehrere Gelegenheiten, dem Bedürfnis ihres Magens nachzukommen. Johannes Krüger hatte keine Mühe, seine selbst gebackenen 27 Blechkuchen und sechs Torten loszuwerden; am nächsten Markttag sei einer der Storbecker Vereine mit der Kaffee-und-Kuchen-Versorgung dran, sagte Krüger sen. "Sie wechseln sich immer ab."

Bereits um sechs Uhr morgens hatte es das obligatorische Händlerfrühstück gegeben. Der angekündigte Oldtimermarkt fand hingegen beim Saison-Auftakt nicht statt; es hatten sich keine Anbieter gefunden. "Wir wollen es langsam angehen", sagte Fred Krüger der Volksstimme. "Die Wiesenflohmärkte haben ja gerade erst begonnen."

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