Im Rahmen eines geförderten Projekts der Gemeinde Aland werden derzeit in Krüden verwilderte Gärten wieder urbar gemacht. Auf den Flächen kommen Kartoffeln und Gemüse zum Anbau. Die Ernte soll der Tafel für Bedürftige kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Krüden l Bürgermeister Hans-Joachim Hildebrandt zeigt sich sehr zufrieden mit der bisherigen Arbeit der drei geförderten Beschäftigten aus Krüden und Vielbaum, die im Rahmen einer AGH-Maßnahmen (Arbeits-Gelegenheits-Maßnahme) über die Umwelt- und Landschaftssanierung Beetzendorf GmbH seit Anfang April sich täglich für vier Stunden schaffen.

Am Rande des Krüdener Parks haben Barbara Reiter, Marita Lange und Gerd Korbaniak ein rund 800 Quadratmeter großes, komplett verwildertes Gartengrundstück wieder urbar gemacht, das heißt mehrere ansehnliche Beete angelegt.

Grundstück kaum noch wiederzuerkennen

"Vor allem wenn man bedenkt, wie es hier vorher aussah, kann sich das Ergebnis schon sehen lassen. "Bis vor ungefähr 15 Jahren wurde das kommunale Gelände noch von Kleingärtnern genutzt. Aber seither ist es komplett verwildert. Alles war voller Gestrüpp. Man muss nur das angrenzende Gelände betrachten. Genau so sah es auch hier vorher aus", beschreibt Hildebrandt.

Die drei fleißigen Arbeitskräfte haben erst einmal Büsche und auch Bäume entfernt und die ebenfalls auf dem Gelände befindlichen Schuppen und Gartenhäuschen komplett entrümpelt und gereinigt. So sind unter anderem eine Toilette und ein Abstellraum entstanden. Dann ging es ans Umbrechen der Grasnarbe und das Anlegen der Beete.

Gemeindearbeiter Jörn Schaarschmidt leistete dabei tatkräftige, vor allem technische Unterstützung. Mittlerweile sind bereits Zwiebeln gesteckt und es wurden Legekartoffeln in die Erde gebracht. Hildebrandt: "Arbeit ist auch für die kommenden Monate noch reichlich vorhanden. Neben Kartoffeln und Zwiebeln soll noch anderes Gemüse angebaut werden - beispielsweise Bohnen, Gurken, Petersilie und anderes mehr. Morgen wird die Gemeinde einen Wasserwagen herbringen, damit die Kulturen auch ausreichend bewässert werden können."

Weitere Flächen sollen urbar gemacht werden

Auch sonst wird die Pflege der Kulturen nicht zu kurz kommen. Angrenzende Flächen warten ebenfalls noch auf ihre Urbarmachung.

Der Bürgermeister, aber natürlich vor allem die Beschäftigten selbst, sind gespannt auf den Ertrag. Die Kartoffeln und das frische Gemüse sollen der Tafel für Bedürftige in Osterburg kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Die derzeitige Maßnahme geht bis Ende September und kann bei Bedarf noch um einen Monat verlängert werden. "Wünschenswert wäre es, wenn das Projekt auch im nächsten und den kommenden Jahren weitergeführt werden kann", hofft der Bürgermeister.

Bilder