Werben (ako). Vor 150 Jahren starb der in Werben geborene Maler Christian Köhler. Er ist einer der bedeutendsten Maler des 19. Jahrhunderts. Eines seiner Werke, "Semiramis", gehörte bereits 1851 zur Sammlung des Bankiers Wagener, die später zum Grundstock der Nationalgalerie Berlin wurde.

Dem Sohn der Hansestadt ist eine Ausstellung gewidmet, die am Sonntag, dem Biedermeiersonntag und Tag des offenen Denkmals, im Rathaus gezeigt wird. Um 14 Uhr wird Frank Gellerich die Ausstellung eröffnen und über den jetzigen Stand des Wissens über den Künstler berichten.

Christian Köhler, 1809 in Werben geboren, brachte es im Laufe seiner Karriere bis zum Professoren-Lehrstuhl an der Düsseldorfer Kunstakademie. Eines seiner Werke ist neben denen von Karl Friedrich Schinkel und Casper David Friedrich in der Berliner Nationalgalerie zu sehen.

Eine Reproduktion von "Semiramis" und andere Werke Christian Köhlers können auch die Besucher der Ausstellung im Werbener Rathaus sehen. "Leider gibt es über Köhler noch keine Publikationen, weshalb wir seinen 150. Todestag zum Anlass genommen haben, Material zu sammeln und zu einer Broschüre zusammenzustellen", berichtet Frank Gellerich vom Arbeitskreis Werbener Altstadt. Diese Broschüre war bereits zum Biedermeiersommer erhältlich.

Die jetzige Ausstellung wurde um neueste Forschungsergebnisse zum Leben Christian Köhlers erweitert. Möglich wurde dies durch die Zusammenarbeit zwischen dem Magdeburger Geneaologen W. Brandt und den Herausgebern der Broschüre, Irmgard und Frank Gellerich.