Hohenberg-Krusemark. Eine Premiere kündigte Ulrike Bergmann, stellvertretende Vorsitzende des Dorfentwicklungsvereins Hohenberg-Krusemark, am Samstagnachmittag in der gut besetzten Kirche an. Der Verein hätte zum ersten Mal im örtlichen Gotteshaus ein Konzert organisiert. "Und dazu begrüßen wir heute im Rahmen des 16.Altmärkischen Musikfestes die Vokalgruppe aus Osterburg unter der musikalischen Leitung von Bernd Gagelmann", sagte sie.

Locker und unbeschwert war der Gesang – Gospel, Spiritual, Blues, geistliche und Liebeslieder erklangen, größtenteils mit Klavierunterstützung, in der mit einer guten Akustik gesegneten Feldsteinkirche. Mit den Liedern, die die farbigen Arbeiter auf den amerikanischen Plantagen hervorgebracht hatten, fand die Vokalgruppe schnell Kontakt zum Publikum.

Das wohl bekannteste Lied "O happy day" veranlasste die Zuhörer zum rhythmischen Mitklatschen. "Jesus be a fence", die französische Weise "Cerf volant" nach einer Filmmusik von einem Lenkdrachen, "Kleine Seen", "We are the world" und "Irische Segenswünsche" waren ebenfalls dazu angetan, den Zuhörern eine unterhaltsame Stunde zu bieten, wobei Jutta Völzke und Vivien Jansen mehrfach als Duo auftraten. Die Gäste dankten dem Chor am Schluss mit stehenden Ovationen und bestanden auf eine Zugabe. Das kleine Ensemble gab, nachdem jedes Mitglied eine Rose erhalten hatte, noch eine drauf.

"Wir haben kein Eintrittsgeld verlangt", sagte Vereinschef Hans-Peter Garlipp der Volksstimme, "aber wir sind dankbar für jede Spende, mit der wir die weiteren Sanierungsarbeiten der Kirche unterstützen wollen. Denn es gibt an dem Gotteshaus noch viel zu tun. Das Dach ist fertig, nun steht die Sanierung des Turmes an. Eine kleine Teeküche soll dort ebenfalls eingerichtet werden." Der Verein hatte sich 2002 gebildet, um, wie der Name besagt, die gesellschaftliche Entwicklung des Dorfes zu unterstützen. Das Konzert habe man mit dem Gemeindekirchenrat abgestimmt. "Die Idee dazu war uns gekommen, nachdem zwei unserer Mitglieder im vergangenen Jahr die Vokalgruppe bei einem Konzert in der Kirche in Polkern erlebt hatten und ganz begeistert waren."

Und Ulrike Bergmann meinte ergänzend: "Dieses erste Konzert war, glaube ich, nicht das letzte." Der Konzertnachmittag klang mit Kaffee und Kuchen aus, für den die Frauen des Dorfentwicklungsvereins gesorgt hatten.

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