Zuerst mit Partnern aus Politik und Wirtschaft, später dann mit den Mietern feierte die Osterburger Wohnungsgesellschaft am gestrigen Montag ihr 20-jähriges Bestehen.

Osterburg l Rüdiger Mallohn, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft, nutzte den Festempfang im Saal des Osterburger Verwaltungsgebäudes, um eine kleine Bilanz über das 20-jährige Wirken des Wohnungsverwalters aufzumachen. Die Gesellschaft, die aus der ehemaligen VEB Gebäudewirtschaft entstand und deren Gründung am 12. Dezember 1991 notariell beglaubigt wurde, habe sich sehr erfolgreich entwickelt, schätzte er ein. Galt es nach der Wende primär, die damals rund 1100 von der Stadt Osterburg übertragenen Wohnungen zu modernisieren, stand in der jüngeren Vergangenheit auch der Rückbau im Vordergrund. "Mit dem in diesem Jahr vorgenommenen Abriss des Objektes Otto-Nuschke-Weg 9 bis 11 haben wir die Zielstellung in diesem Bereich erfüllt. Insgesamt hat die Wohnungsgesellschaft damit 114 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von rund 6500 Quadratmetern vom Osterburger Wohnungsmarkt genommen", sagte Mallohn. Nach seinen Angaben verfügt die Gesellschaft aktuell über 625 Wohnungen, der größte Teil davon im Altneubaugebiet und im Neubaugebiet An der Golle. Von diesen seien rund 90 Prozent voll saniert, zeigte sich der Geschäftsführer zufrieden.

Rüdiger Mallohn bedankte sich gestern bei allen Partnern aus Politik und Wirtschaft, die ihren Anteil an der erfolgreichen Entwicklung des Wohnungsverwalters hätten. So unter anderem auch bei der Stadt als Gesellschafter, dem Aufsichtsrat und den Stadträten und Bürgermeistern der zurückliegenden 20 Jahre. Nicht zuletzt stellte der Geschäftsführer die ehemaligen und aktuellen Mitarbeiter der Gesellschaft in den Mittelpunkt. Mallohn bedankte sich bei ihnen für ihr Engagement. Und er erinnerte an das erfolgreiche Wirken seines vor vier Jahren verstorbenen Vorgängers Rainer Malich.

Während des Festempfangs, an dem unter anderem Landrat Jörg Hellmuth teilnahm, ergriff auch der Osterburger Bürgermeister Nico Schulz das Wort. Schulz gratulierte im Namen der Einheitsgemeinde und überreichte ein Präsent. Der Bürgermeister lobte die erfolgreiche Arbeit des Wohnungsverwalters, die dafür Sorge trage, dass sich ihre Mieter in der Biesestadt gut aufgehoben und wohl fühlen. "Und dass das der Fall ist, beweist ja schon der Umstand, dass es Familien gibt, die seit 50 Jahren Mieter der Gesellschaft und ihres Vorläufers, der Gebäudewirtschaft, sind", führte der Bürgermeister aus. Schulz machte zudem deutlich, dass der Wohnungsverwalter aufgrund der zurückliegenden 20 Jahre Anlass zum Feiern, aber keinen Grund zum Verschnaufen hat. Jetzt sei es wichtig, auf Entwicklungen wie die älter werdende Bevölkerung und das Anwachsen der Single-Haushalte zu reagieren, sagte er. Eine Meinung, die die Wohnungsgesellschaft teilt. Dies belegt unter anderem die Modernisierung eines Hauses an der Wallpromenade. Dort entstehen derzeit sechs altengerechte Zwei-Zimmer-Wohnungen.

Der Festempfang, der musikalisch von der Stendalerin Sandra Schilling umrahmt wurde, dauerte bis zum frühen Nachmittag an. Anschließend erlebte die Feier aber noch eine Fortsetzung. Durch ein Fest, das das "Geburtstagskind" ebenfalls im Saal des Verwaltungsgebäudes ausrichtete und zu dem die Mieter der Gesellschaft eingeladen worden waren.