Hohenberg-Krusemark (igu) l Dirk Kautz wird seinen derzeit amtlichen Job als Bürgermeister gegen den rechtmäßigen eintauschen. Bei der Wahl am Sonntag ging er als Gewinner hervor (wir berichteten).

474 der 509 ausgezählten gültigen Stimmen entfielen auf den 45-jährigen Landwirt, der seit 15 Jahren als Ratsmitglied Entscheidungen im Gremium mitträgt und seit der Bürgermeisterwahl 2009 die Funktion des Stellvertreters innehat. Insofern betritt er kein Neuland. Bürger der Gemeinde traten bereits in der Vergangenheit mit ihren Anliegen an ihn heran. Sachliche Diskussionen im Gemeinderat, der am morgigen Mittwoch ab 19 Uhr wieder in der Gaststätte Hoppe in Hohenberg-Krusemark zusammenkommt, sind für ihn ausschlaggebend für eine gute Zusammenarbeit. Deshalb wird Kautz auch vom jetzigen Kurs - er leitet seit dem Rücktritt von Ralf Bergmann Ende September die Ratssitzungen - nicht abweichen. Einen Beschluss, der eng mit der Bürgermeisterwahl verknüpft ist, müssen die Kommunalpolitiker der Gemeinde jedoch demnächst fassen: Ein neuer Stellvertreter muss her. Diese Funktion füllte Kautz seit 2009 aus.

Gegenkandidatin Alkje Fontes kam auf 35 Stimmen. Trotz des deutlichen Ergebnisses kann die 33-Jährige, die seit August in Gethlingen beheimatet ist, mit der Niederlage gut umgehen. "Ich habe schon damit gerechnet", gibt sie zu. Enttäuscht ist sie nach eigenen Angaben keineswegs, habe sie durch die Kandidatur Bürger kennengelernt und den Mut geschöpft, sich mit ihren Ideen in der Gemeinde einzubringen. Die Wahlbeteiligung schätzte sie eher durchschnittlich ein. "Es hätten mehr sein können." Während Dirk Kautz und die für die Wahlen verantwortliche Ingrid Jankow, Sachgebietsleiterin bei der Verwaltung, mit der Quote zufrieden sind. Diese lag bei 45,25 Prozent. Übrigens ist diese Zahl fast identisch mit der Bürgermeisterwahl von 2009. Die damalige Beteiligung: 45,6 Prozent.