Autorin Diana Kokot war gestern "ein bisschen traurig", wie sie vor Dritt- und Viertklässlern der Grundschule Hohenberg-Krusemark zugab. Das Schreib-Projekt wurde abgeschlossen.

Hohenberg-Krusemark l Die Mädchen und Jungen der dritten und vierten Klassen der Grundschule Hohenberg-Krusemark nahmen gestern ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk entgegen. Ein Präsent, an dem sie selbst mitwirkten. Und deshalb waren sie auf das ihre Texte beinhaltende Büchlein besonders stolz.

Die Kinder schrieben von verrückten Tieren, von ihren lieben Großeltern bis hin zu den Sachen, die ihnen nicht gefallen. Animiert wurden sie von den Schriftstellerinnen Diana Kokot und Sina Kongehl, die seit Frühjahr in regelmäßigen Abständen den Literatur-Unterricht an der Einrichtung mit dem gestern beendeten Schreib-Projekt bereicherten. "Die Kinder waren begeistert", freute sich Diana Kokot, dass die Schüler von Anfang an mitzogen und ihrer Fantasie freien Lauf ließen. Diese war natürlich gefragt. Schließlich befanden sich die Dritt- und Viertklässler in einer "verkehrten Welt", wie nicht nur das Motto besagte, sondern auch der spätere Buchtitel lautete.

Im Beisein von Brigitte Ruhbaum, langjährige Pädagogin und Leiterin der Grundschule, sowie Kathleen Fleschner, Mitarbeiterin der Verbandsgemeindeverwaltung, präsentierten einige Mutige ihre Texte und ernteten kräftigen Applaus. Paul schlüpfte in seiner Geschichte in die Rolle eines Mädchen. Er würde sich die Haare flechten, nachmittags zum Tanzclub gehen und voltigieren. Lea findet Hunde toll. Und in ihrer Story kommt natürlich einer vor. Aber ein ganz seltenes vierbeiniges Exemplar, das am liebsten Zitronenlimonade trinkt.

"Wir hatten alle sehr viel Spaß und haben viel gelernt", bedankte sich Grundschul-Leiterin Katrin Lehmann bei Kokot und Kongehl für die besonderen Unterrichts-Einheiten, die sogar ein kleines Buch zum Ergebnis hatten. Dieses entstand mit Unterstützung der Stendaler Firma "Büro und Papier".

Der Friedrich-Bödecker-Kreis machte die Realisierung dieses Projektes erst möglich. Übrigens war die Schule in Hohenberg-Krusemark die einzige Grunschule in diesem Jahr in Sachsen-Anhalt, die von der Zusammenarbeit mit diesem Kreis profitierte.

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