Die Grundschule in Werben erhält eine Frischzellenkur. Die Aufgaben können nun konkret angepackt werden, nachdem der Stadtrat am Dienstag die Planungsleistungen vergeben hat.

Werben l "Es soll zügig losgehen." Werbens Bürgermeister Volkmar Haase und der Stadtrat haben die Voraussetzungen für das größte Bauvorhaben im kommenden Jahr geschaffen. Die denkmalgeschützte Grundschule soll speziell im Inneren den modernen Standards entsprechen, weshalb die Kommune mit großzügiger Unterstützung aus einem Fördertopf über 600000 Euro in das Gebäude investieren möchte.

Auf der jüngsten Sitzung am Dienstagabend legten sich die Kommunalpolitiker auf einen Planer fest. Wie die Diskussionen hinter verschlossenen Türen bewiesen, fiel den Räten die Entscheidung keineswegs leicht, informierte Haase. Ein Planer-Duo, das seine Aufgaben nach Meinung des Bürgermeisters gut machte, nutzte den öffentlichen Teil, um seine Vorstellungen kundzutun und sich für diesen Auftrag zu bewerben. Den Zuschlag erhielt das in Havelberg ansässige Planungsbüro Wege. Alle für die Umsetzung des pädagogischen Konzeptes wichtigen Funktionen könnten in diesem Gebäude verwirklicht werden.

Demnach werden zwei derzeit ausgelagerte Bereiche nach der Sanierungskur in der Grundschule integriert sein. Zum einen ist dies der Essenraum, der sich im benachbarten kleinen Nebengebäude befindet. Zum anderen der Sanitärtrakt, für dessen Nutzung die Mädchen und Jungen ebenfalls das Schulgebäude verlassen müssen. Als die anspruchsvollste Aufgabe erachtet Planer Michael Wege jedoch die Realisierung des Vorhabens im Bestand und somit, wenn die Schüler lernen. Einschränkungen wird es geben, in diesem Punkt sind sich die Verantwortlichen einig. "Dafür hat die Schule auch Verständnis", weiß Haase.

Der Planer ist am Zug. Er sollte die "Dinge so weit vorbereiten, dass wir im Januar, spätestens im Februar Bauleistungen vergeben können". Trotzdem kommt es dem Bürgermeister auch auf die Kooperation an. Gemeinsam mit dem Planer sollten dessen Vorstellungen besprochen werden. Dabei denkt er nicht nur an den Stadtrat und die gebildete Arbeitsgruppe, er hofft auch auf Unterstützung durch den Verein "Werben für Kinder".

Die Grundschule soll ein komplett neues Innenleben erhalten. Für dieses finanziell anspruchsvolle Vorhaben kann die Kommune Mittel aus der Stadtsanierung einsetzen. Ein Eigenanteil von 20Prozent bleibt für Werben übrig. Auf alle Fälle "sind wir bisher ein großes Stück vorangekommen", ist Haase überzeugt. Die Auflagen des Brandschutzes mit dem Einbau der Fluchttreppe und von Brandschutztüren ist zu großen Teilen abgeschlossen. Im kommenden Jahr geht es weiter, wenn das Objekt Etage für Etage aufgewertet wird. Übrigens soll der Hort der Einrichtung ins Dachgeschoss ziehen.

Stadtratsmitglied Wolfgang Trösken wollte die Vergabe der Planung für die Grundschule verschieben und demzufolge zurückstellen. Es sei "immer noch nicht das Konzept zum Stand der Grundschulen" in der Verbandsgemeinde geäußert worden. Volkmar Haase konterte und sprach von einem Grundsatzbeschluss, dass Mittel für dieses Vorhaben bereitgestellt werden sollten.