Wie ein aufgewühltes Meer wirkt die Altmärkische Wische in diesen Tagen in weiten Teilen. So wie bei Calberwisch, wo der Landwirtschaftsbetrieb vor Ort im Herbst für eine Bilderbuch-Winterfurche gesorgt hat und die Schollen bei Sonnenschein wie Speckschwarten glänzen. Auf leichteren Böden, wo die Landwirte immer öfter auf pfluglose Bodenbearbeitung setzen und die Äcker immer seltener unbestellt (sei es mit Wintergetreide oder einer Zwischenfrucht) in die Frostperiode gehen, ist die Winterfurche dementsprechend seltener zu sehen. In der Altmärkischen Wische dürfte sie ihre Berechtigung allerdings so schnell nicht verlieren. Plan ist, dass der Frost die groben Schollen im Zusammenspiel mit dem im Ton-Lehm-Gemisch enthaltenem Wasser auf natürliche Art und Weise sprengt, so für natürliche Bodengare sorgt und der Landwirt im Frühjahr, wenn der sogenannte Minutenboden abgetrocknet ist, praktisch mit einem Eggenstrich Saatbettqualität erreicht. In den vergangen Jahren hat das mit ordentlichen Minustemperaturen auch gut funktioniert. Beim derzeitigen Wetter muss man sagen: So weit die Theorie...Foto: Ralf Franke