Osterburg (rfr) l Für Hunde ist die Silvesternacht kein Vergnügen. Deshalb einige Tipps der Idener Verhaltenstherapeutin zum Jahreswechsel für Hundehalter.

Es versteht sich von selbst, dass man Feuerwerkskörper nicht in der Nähe von Tieren zündet und insbesondere ängstliche Hunde nicht sich selbst überlässt. Von Medikamenten, die einzig die körperliche Reaktion des Hundes lähmen, ist dringend abzuraten. Denn der Hund nimmt die angstauslösenden Reize verstärkt wahr, will flüchten, ist aber blockiert. Durch deren Einsatz kann es zu einer Verschlimmerung des Verhaltens kommen. Denn gerade Bewegung kann dem Hund helfen, Stress abzubauen.

Ob der Einsatz von beispielsweise Homöopathika, Zylkene oder etwa Bachblüten - Rescue Tropfen dem Hund wenigstens teilweise helfen können, ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Auch muss mit deren Gabe oft schon einige Wochen vor Silvester begonnen werden.

Die Geräuschkulisse so gering wie möglich zu halten und den Hund mit Spielen und Futter abzulenken, kann an diesem Tag helfen, den Angstzustand zu verringern. Doch gelernt hat der Hund dadurch nichts. Ängstlichkeit beziehungsweise Geräuschphobien gehören in Therapie. Das Wichtigste ist, den Hund in einer beängstigenden Situation niemals allein zu lassen. Zum Hundehalter als seinen Futtergeber hat er eine Abhängigkeit aufgebaut, zu ihm sollte er Vertrauen haben, so dass er sich in jeder Situation bei ihm sicher fühlen kann. Reden sie nicht beruhigend auf den Hund ein, das würde ihn in seiner Angst bestärken. Versuchen sie ihn zu bewegen, geben sie ihm dabei Futter und verhalten sie sich so normal wie möglich. Versteckt sich der Hund, bestätigt er sich jedes Mal neu in seiner Angst. Korrekturen, Hilfsmittel, Schimpfen oder gar körperliche Gewalt und Maßregelungen verschlimmern die Angst beim Hund und müssen unbedingt unterlassen werden.

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