Hohenberg-Krusemark l Blauer (Auspuff-)Nebel lag am Samstag über dem KfL-Hof in Hohenberg-Krusemark. Die "Motofreakz", die Feuerwehren der Umgebung und die Vereine des Dorfes hatten zum "Maikombinat" geladen. Das Dorffest beinhaltete auch eine Orientierungsfahrt. Trotz des unpassenden Wetters und einiger Konkurrenzveranstaltungen stieß die siebte Orientierungsfahrt auf reges Interesse.

Die circa 100 Kilometer lange Fahrt führte die Fahrerinnen und Fahrer nach Bretsch, wo ein Streckenposten wartete. In der dortigen Westernstadt mussten die Teilnehmer in den Disziplinen Hackebeilweitwurf und Hufeisenwerfen antreten, zudem gab es ein Quiz. Als erster Autofahrer erreichte Meik Johnke mit seinem Trabant 601 das Ziel. Bei den Teilnehmern auf zwei Rädern hatte Wolfram Kiwatt auf seinem Roller aus den 60er Jahren die Nase vorn. Beide benötigten circa dreieinhalb Stunden für die Strecke.

Organisator Thomas Nowak zeigte sich gegenüber der Volksstimme stolz über den Arbeitseifer aller Mitwirkenden. Allerdings hätte er sich eine größere Resonanz gewünscht, die wohl wegen des regnerischen Wetters ausgeblieben war. Die Einnahmen aus der Veranstaltung kommen der Instandhaltung des Veranstaltungsgeländes zugute, wie Nowak mitteilte.

Am Morgen hatte es bereits eine Vogel- und Kleintierbörse gegeben, bei der etwa 20 Händler mitwirkten. Ausrichter war die Ortsgruppe für Ziergeflügel und Exoten, die sich aber auch mit anderen Angeboten wie beispielsweise selbstgebackenem Kuchen am Festgeschehen beteiligte. Peter Bremer von der Ortsgruppe für Ziergeflügel und Exoten sagte zur Aufgabe des Vereins: "Wir sind angetreten, um das Dorfleben zu beleben. Dazu veranstalten wir Spieleabende oder Radtouren und beteiligen uns sehr gern an solchen Aktionen wie heute."

Moderator Remo Schulze gab sich alle Mühe, die Gäste bei Laune zu halten. "Ich mache die Moderation, weil ich die größte Klappe habe", witzelte er. Bei den Simsonfreunden-Altmark wurde währenddessen gefachsimpelt. Stolz präsentierten die Schrauber und Fahrer ihre restaurierten Schmuckstücke und erzählten eifrig von Scheunenfunden und Begebenheiten ihres Hobbys. Beim Angelverein gab es Stärkungen in Form von Bratwurst, Erbsensuppe und Räucherfisch. Für den Fall der Fälle waren auch die Johanniter vor Ort, die in einem Pavillon über ihre Arbeit informierten.

Als Höhepunkt des "Maikombinats" wurde ein Moped der Marke Star versteigert, das während des Festes an einem Kran über dem Gelände hing. Für einen Betrag von 201 Euro ging das Gefährt aus vergangenen Zeiten an Ive Stanowski.

Als Abschluss wurden Preise an die zahlreichen angereisten Kraftfahrer vergeben. Der Preis für das schönste Fahrzeug ging an Dirk Muszczak und seinen BMW 316 von 1983. Das älteste Fahrzeug, ein Wanderer 1SP Motorrad von 1938, konnte Carsten Müller sein Eigen nennen. Die weiteste Anreise hatte mit 93 Kilometern Martina Dreyer aus der Nähe von Magdeburg.

Zum Ausklang der Veranstaltung lud M_Young zur Disco in eine Scheune. Dort fand das "Maikombinat" mit wummernden Beats und schnellen Rhythmen seinen Abschluss. Bis in die frühen Morgenstunden wurde getanzt und gefeiert.

Thomas Nowak zeigte sich mit diesem ersten Maikombinat sehr zufrieden und sagte gegenüber der Volksstimme: "Auf jeden Fall gibt es im nächsten Jahr eine Wiederholung."

   

Bilder