Havelberg | Nach dem Anschlag auf die Elbe-Havel-Kaserne der Bundeswehr in der Nacht zum Sonnabend in Havelberg hat das Landeskriminalamt eine heiße Spur. Die Beamten konnten noch am Sonnabend auf dem etwa 60 Kilometer entfernten Gelände der Antikriegsgegner "War Starts Here"-Camp bei Letzlingen einen Pkw Opel beschlagnahmen. "Dieser wird zurzeit von unseren Spezialisten der Kriminaltechnik untersucht", bestätigte LKA-Sprecher Stefan Brodtrück der Volksstimme.

Verdächtige wurden in diesem Zusammenhang aber noch nicht festgenommen. Es besteht der dringende Verdacht, dass die Unbekannten mit dem Fahrzeug in der Nacht zum Sonnabend zur Kaserne in Havelberg gefahren und dort 16 Spezialfahrzeuge mit Brandsätzen entzündet haben.

Der Schaden beläuft sich nach Angaben der Polizei auf mindestens zehn Millionen Euro. Es ist der erste Anschlag dieser Art in Sachsen-Anhalt auf die Bundeswehr. Die Polizei hatte von Anfang an einen Zusammenhang mit den Protesten gegen das Gefechtsübungszentrum "GÜZ" in der Colbitz-Letzlinger-Heide nicht ausgeschlossen. Die Antikriegsgegner stritten einen Zusammenhang ab und fühlten sich laut ihrer Stellungnahmen durch den Verdacht "kriminalisiert".

Millionenschaden bei der Bundeswehr in Hav...

Havelberg | Mehrere Brandsätze haben Unbekannte am Sonnabend auf dem Bundeswehrgelände in Havelberg gezündet. 16 Fahrzeuge gingen dabei in Flammen auf.

  • | Foto: Matthias Fricke

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  • Oberstleutnant Decker zeigt Stefan Brodtrück das Ausmaß des Schadens.  | Foto: Matthias Fricke

    Oberstleutnant Decker zeigt Stefan Brodtrück das Ausmaß des Schadens. | Foto: Matthias Fricke...

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  • Spurensicherung in der Bundeswehrkaserne | Foto: Matthias Fricke

    Spurensicherung in der Bundeswehrkaserne | Foto: Matthias Fricke